Vor gut 20 Jahren will die Politik Einwegverpackungen mit dem Dosenpfand vom Markt drängen. Doch der Handel hat andere Pläne. Speziell Discounter wie Aldi und Lidl steigen nicht um, sondern verzichten komplett auf Mehrweg und setzen stattdessen voll auf Einweg. Durch den Ukraine-Krieg sind Einweggläser allerdings zum Kostenrisiko geworden. Kaputte Glaswerke und teures Gas für Schmelzwannen machen die Herstellung teuer und unberechenbar. “Beim Iran-Krieg sehen wir dieselbe Entwicklung”, sagt Veronika Pfender. Die Sandmafia tut ihr Übriges. Pfender verkauft mit ihrem Unternehmen Dotch Mehrweggläser für Gewürzgurken, Grillsoßen und Olivenöle, sammelt sie ein und reinigt sie. Eine Allianz von 25 Unternehmen möchte das Angebot nutzen, darunter Kühne oder Feinkost Dittmann. Die Infrastruktur ist dank der deutschen Liebe zum Bier vorhanden. Kunden können die Gläser in Supermärkten und Discountern zurückgeben, an denselben Pfandautomaten wie Bier- und Wasserflaschen. Theoretisch, wenn der Handel mitspielt. Das schlagende Argument sind sinkende Preise.
Würde ich sehr begrüßen. Ist schon ziemlich bekloppt, dass ich alle paar Wochen zum Altglascontainer pilgern muss, anstatt dass ich sie zum nächsten Einkauf einfach mitnehmen kann…
imperialer lebensstil in einer nußschale
Boah, hoffentlich. Glas einzuschmelzen ist ja eine extreme Energieverschwendung, und Plastik ist auch scheiße (und wird vermutlich gerade auch teurer, da meistens aus frischem Erdöl hergestellt).
Was wenn Donald Trump heimlich ein Grüner ist, und die Welt gezielt so ins Chaos stürzt, dass der Kostennachteil vom Wechsel zu erneuerbaren Energien und Rohstoffen auf einmal zu einem Kostenvorteil wird?
Ganz schön viel Kohlestrom für einen Grünen…
Wenn ich mir angucke wie die Grünen sich hier in NRW für den Braunkohletagebau eingesetzt haben, dann kommt das schon hin …
Ehrlich gesagt: Ich hab da absolut null Bock drauf und das klingt so richtig kacke. Es ist ja jetzt schon richtig miese, dass man seinen ganzen Pfand irgendwo sammeln muss, um dann im Supermarkt in der Schlange vor dem Automaten zu stehen und dann manuell alles da reinzufriemeln. Das ist echt hart angewandte Lebenszeitverschwendung, gerade bei den Einwegpfand-Dingern, die dann zerquetscht werden und in den gleichen Müll kommen wie er auch von meiner Wohnung abgeholt wird. Auch Mehrwegpfand ist ohne Auto richtig kacke.
Wenn man dann allerdings Lebensmittel statt Getränken hat, wird das noch ekeliger: Es gibt ja jetzt schon Mehrwegsysteme, aber wenn der Joghurt dann unten im Glas schimmelt, weil man ihn nicht zeitnah nach dem Essen (= noch heute) weggebracht hat. Wenn ich jetzt moddrige Grillsaucen, klebrige Ölflaschen oder Marmeladengläser oder oder in diese Automaten werfen muss und mir dabei dann noch Gedanken machen muss, in welchem Supermarkt ich was gekauft habe, weil jeder nur seine eigenen Gläser annimmt, dann ist das ein richtig mieses Stück Lebensverschlechterung.
Dude, PET wird schon weiterverarbeitet. Bitte verbreite doch nicht so einen Nonsens.
man seinen ganzen Pfand irgendwo sammeln
Einwegaltglas musst du auch gesammelt zum Container bringen. Ist sogar oft ein extra Weg während Pfandautomaten beim Einkaufen mit erledigt werden können.
in den gleichen Müll kommen wie er auch von meiner Wohnung abgeholt
Stimmt halt einfach nicht. Einweg PET ist reglementiert so dass kaum Additive verwendet werden dürfen und das PET wieder eingeschmolzen und zu neuen PET Produkten geformt werden kann. Das wird nur geschreddert damit das Transportvolumen weniger wird.
moddrige Grillsaucen, klebrige Ölflaschen oder Marmeladengläser oder oder in diese Automaten werfen muss und mir dabei dann noch Gedanken machen muss, in welchem Supermarkt
Funktioniert doch bei Joghurt auch schon mit verschiedenen Supermarktketten. Und mach halt den Deckel zu dann bleibt der Modder auch drin.
Der Benutzername passt…
Bei Mehrweg für Gurken- und Marmeladegläser muss ich immer an die DDR denken, die dafür ein Pfandsystem hatte.
Ohne ostalgisch oder politisch fragwürdig zu werden: “vereinigt” wurde damals nicht viel, es war eine Übernahme von Westdeutschland aus.
Im Glasbereich z.B. Superfest: https://de.wikipedia.org/wiki/Superfest
Hat tatsäch grade ein revival. Man kann jetzt wieder Gläser kaufen die nach diesem Konzept hergestellt werden.
In dem Artikel dazu meinten sie auch, der Verkäufer hätte damals die Leute nicht überzeugen können, warum ein Glas das nicht zerbricht was gutes wäre. Hab da so “Könnte einem Verdurstenden kein Wasser verkaufen” Vibe
Ohne ostalgisch oder politisch fragwürdig zu werden: “vereinigt” wurde damals nicht viel, es war eine Übernahme von Westdeutschland aus.
Ohne politisch zu werden hat das gewählte Parlament der DDR das so gewollt.
Das Land wurde vereinigt. Die Errungenschaften (wo es sie gab) aber nicht/kaum.
eines wurde angeschlossen
mehrwegglas find ich gut, ich hab nur angst, dass irgendjemand auf die idee kommt gewürzgurken oder oliven in plastik zu verkaufen. so was kommt mir nicht ins haus.
Die allermeisten Oliven sind doch jetzt schon in Plastik verpackt. Entweder in so Tüten oder Plastikbechern mit Deckel.
In türkischen Märkten (bspw) gibt es Oliven ausschließlich so. Die Transportkosten wurden sich mit Glas vermutlich verdoppeln. Meiner Meinung nach ist die Qualität dieser Oliven auch besser als die deutscher Marken wie zB Kühne.
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nie vergessen das die grünen an dem einweg mist mitschuldig sind!












