ich bin gerade so verwirrt. ich bin selbst erzieher, aber das ist der erste mal, dass ich höre, dass es unterbrochen kinderbetreuung gibt. das klingt so absurd.
Ist das so ein Ost/West Ding? Ich bin auch Erzieher und habe noch nie davon gehört das es eine Mittagspause gibt. Ich finde, ehrlich gesagt, den Gedanken einer Betreuungspause auch ziemlich absurd. Die meisten Eltern, die ich kenne, können keine 2 Stunden Mittagspause machen um auf die Kinder aufzupassen.
Ich sag es mal aus der anderen Perspektive: Warum sollte es denn keine ununterbrochene Kinderbetreuung übermittag geben? Wenn du als Eltern in Vollzeit arbeiten willst, dann brauchst du eine passende Betreuung. Und es gibt auch Jobs, bei denen man nicht einfach so in der Mittagspause zwei Stunden weg kann, um das Kind zu bespaßen. Das können so banale Themen sein, wie dass du irgendwo in der Gastro oder irgendeiner Mensa tätig bist und dort mittags einfach der große Ansturm ist. Oder auch, dass du die Regionalbahn nach Mannheim fährst und mittags eben in Mannheim bist.
Wenn du willst, dass Eltern und vor allen Dingen Mütter arbeiten und das nicht nur in Teilzeit, dann brauchst du eine verlässliche und durchgehende Betreuung der Kinder. Ansonsten funktioniert das nicht. Das gilt übrigens auch für die in meinem Büro leider sehr häufigen Anrufe aus der Kita, dass das Kind abzuholen ist, weil krank, schlecht gelaunt, was auch immer. Das funktioniert gerade eben so in einer Bürotätigkeit, wo die Muttis dann im Zweifelsfall die Zeit aus dem Homeoffice nacharbeiten können. In anderen Berufen führt das allerdings dazu, dass die Leute ihre Arbeit aufgeben müssen.
ich kenne es ja eben nur ohne unterbrechung. wie absurd wäre es denn, da anzutanzen, nur um das kind eine stunde später nochmal für zwei stunden abzugeben?
also ich bin sowohl erzieher, als auch papa und auch kommunal stark im netzwerk der anderen kitas eingebunden. das ist das erste mal, dass uch überhaupt von so einer regelung höre.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Koblenz hält im Einzelfall auch eine Mittags-Unterbrechung für zumutbar, wenn etwa ein Elternteil nicht arbeitet und auch keinen Angehörigen pflegen muss.
Dass man Leuten, die Elternzeit haben, aber genau diese Betreuung nicht gewährt, ist richtig. Die Elternzeit ist ja genau dafür da, das sie als Eltern Zeit für ihre Kinder haben, dann sollen sie diese Zeit gefälligst auch nutzen, um sich um ihre Kinder zu kümmern, statt das zusätzlich der Allgemeinheit aufzuladen.
Der Anspruch auf Betreuung ist aber kein Anspruch der Eltern sondern ein Anspruch des Kindes. Anders gefragt: Wenn die Elternzeit für ein Kind aufgebraucht ist und dieses Kind dann einen Anspruch auf Betreuung hat, warum sollte dieser Anspruch verfallen, wenn die Eltern ein zweites Kind bekommen? Das wäre dem ersten Kind gegenüber eine krasse Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen Kindern, deren Eltern kein zweites Kind bekommen (diese werden dann “voll” betreut, wohingegen Eltern mit mehreren Kindern die Betreuung auf ihre Kinder verteilen müssen).
Das ist übrigens auch der Grund, warum die Eltern in diesem Verfahren nur stellvertretende Kläger sind. Den eigentlichen Betreuungsanspruch hat nämlich das Kind. Es geht nicht darum, den Eltern eine schöne Auszeit zu ermöglichen, sondern darum, dass die Kinder unabhängig vom Elternhaus gleich gut betreut werden und sich ohne Einschränkungen entwickeln können (die Urteilsbegründung “im Einzelfall kann man die Familiensituation berücksichtigen” steht dazu in deutlichem Widerspruch).
Ich stimme allem zu, was Du schreibst und will noch ergänzen:
Es geht nicht nur um den Anspruch des Kindes auf Betreuung, sondern nicht zuletzt um frühkindliche Bildung. Kitas bieten Kindern so viel, was ihnen zu Hause häufig nicht geboten werden kann. Das hat viel mit den Kompetenzen und den Möglichkeiten der Eltern zu tun, aber auch alleine schon, dass Kinder lernen, sich im sozialen Kontext “Kita” zu bewegen, mit anderen Kindern und Erwachsenen klarzukommen, Konflikte mit Gleichaltrigen zu lösen und noch vieles mehr
Ich bin Vater von drei Kindern im Kita-Alter und bin fest davon überzeugt, dass Eltern, die ihre Kinder bis zur (Vor-)Schule ausschließlich zu Hause betreuen, den Kindern viele Entwicklungschancen nehmen und seien sie noch so engagierte Eltern.
Kind A ist in der Kita und die Frau hat Elternzeit wegen Kind B.
Dein Blickwinkel ist es jetzt auf das Recht zur Kita-Betreutung von Kind A teilweise zu verzichten, weil Kind B - was ja auch versorgt werden will - da ist.
Du wirfst also alles in einen Pott und sagst egal wie eure Betreuungsituation ist und weshalb Ihr Euch auch immer für die Lösung entschieden habt: ich weiß es besser und sei gefälligst einfach nur Mutter.
okay, das sehe ich anders. tatsächlich ist die elternzeit genau dafür da: eltern sein. das halte ich nicht für überheblich, sondern angemessen.
das sie anspruch auf den platz hat und dann aber unterbrechen soll wiederum finde ich quatsch. das gericht hat hier einer schlechten kompromisslösung der stadt recht gegeben, weil die politik versagt.
insofern: elternzeit ist zweckgebunden, das kann aber nicht argumentsgrundlage sein, dass eltern keine vernünftige betreuungszeit bekommen und das sehe ich unabhängig von lebenssituation.
es kann nicht sein, dass eltern den ganzen mist immer ausbaden müssen. wir stecken mitten im demografischen wandel und solche politik hilft nicht
D.h. im Umkehrschluss…wenn Kind 1 in der Schule ist und ich Elternzeit für Kind 2 nehme, habe ich in deiner Logik Anspruch darauf, Kind 1 aus der Schule zu nehmen, damit ich vollumfänglich, zweckgebunden meine Elternzeit korrekt nutze?
öhm nein, das ergibt sich weder im umkehrschluss, noch ergibt das sinn. erstens habe ich im grunde recht gegeben und mich lediglich an der wortwahl aufgehangen man würde von eltern erwarten, dass sie diese rolle auch ausfüllen (das ist auch außerhalb der elternzeit selbstverständlich, eltern sein ist kein “job”, der mit der elternzeit endet) zweitens stimme ich vollkommen zu, dass eltern ein anrecht auf den kitaplatz haben und die “lösung” des gerichts ein hohn ist.
okay, das sehe ich anders. tatsächlich ist die elternzeit genau dafür da: eltern sein. das halte ich nicht für überheblich, sondern angemessen.
Sind sie ja, nur nicht so, wie Du dir das wünscht. Sondern nur 100% für Kind B und 100% abzüglich KITA-Zeit für Kind A. Macht immer noch über 100% Kinderbetreuung.
Übrigens full-disclosure: ich bin kinderlos mit Kinderwunsch. Zahle also seit Jahrzehnten für die Kinder anderer und finde die Eltern- und Kinderfreundlichkeit hier im Land trotzdem ein Witz, borderline Verbrechen. Wir machen viel zu wenig, dafür dass wir immer rumheulen, dass so wenig Kinder gezeugt werden, lassen Eltern aber massiv im Regen stehen.
ich wünsche mir nichts, so verstehe ich einfach das konzept elternzeit. und mein widerspruch galt auch nicht deiner gesamtaussage, sondern nur diesem auszug:
ich weiß es besser und sei gefälligst einfach nur Mutter.
ich habe meine elternzeit genommen, tatsächlich einfach nur als papa und das zu verlangen finde ich auch nicht überheblich, denn diesen zweck hat die zeit. gab in diesem zeitraum immer mal tage wo der große nicht in die kita konnte und dann war das so. für berufstätige menschen - kacke, für menschen in elternzeit - umplanen. dass der tag unterbrochen werden solle, wie das gericht bestätigte, da bin ich ganz bei dir: das ist müll. aber eben nicht wegen der elternzeit und weil man ein kind mehr daheim hat, sondern weil der staat dort seinem auftrag ganz unabhängig von lebenssituation nicht nachkommt.
Die Familie dort hat sicherlich ihre Gründe, warum eine Person arbeitet, eine sich vollständig um ein Kind kümmert und sie das zweite Kind in die Kita gebracht haben.
Die Beweggründe haben uns nicht zu interessieren, wir müssen es auch nicht bewerten. Die Elternzeit mit Kind A werden die ja sicherlich auch genommen haben…
Das einzige was zählt ist, dass die Familie ihr Recht auf ein Kita-Platz ausübt.
P.S.:
Kinder erlernen in einer KITA auch soziale Kontakte, die es zu Hause nicht gibt.
D.h. im Umkehrschluss…wenn Kind 1 in der Schule ist und ich Elternzeit für Kind 2 nehme, habe ich in deiner Logik Anspruch darauf, Kind 1 aus der Schule zu nehmen, damit ich vollumfänglich, zweckgebunden meine Elternzeit korrekt nutze?
Die Schule ist keine Aufbewahrungsanstalt für Kinder, vor denen Eltern ihre Ruhe haben wollen. (Auch wenn das eine zunehmende Anzahl von Eltern so zu sehen scheint) Die Schule ist dafür da, den Kindern ihr Grundrecht auf Bildung zuteil werden zu lassen.
Die KiTa ist keine Aufbewahrungsanstalt für Kinder vor denen Eltern ihre Ruhe haben wollen. Die KiTa ist dafür da, den Kindern ihr Grundrecht auf Bildung zuteil werden zu lassen.
Stimmt. Hat Moses schon vom Berg so mitgebracht die Regel “vorschulische Bildung darf nur vormittags stattfinden”. Die 50er haben angerufen und wollen ihre Erziehungsmodelle zurück.
ich bin gerade so verwirrt. ich bin selbst erzieher, aber das ist der erste mal, dass ich höre, dass es unterbrochen kinderbetreuung gibt. das klingt so absurd.
Ist das so ein Ost/West Ding? Ich bin auch Erzieher und habe noch nie davon gehört das es eine Mittagspause gibt. Ich finde, ehrlich gesagt, den Gedanken einer Betreuungspause auch ziemlich absurd. Die meisten Eltern, die ich kenne, können keine 2 Stunden Mittagspause machen um auf die Kinder aufzupassen.
Ich sag es mal aus der anderen Perspektive: Warum sollte es denn keine ununterbrochene Kinderbetreuung übermittag geben? Wenn du als Eltern in Vollzeit arbeiten willst, dann brauchst du eine passende Betreuung. Und es gibt auch Jobs, bei denen man nicht einfach so in der Mittagspause zwei Stunden weg kann, um das Kind zu bespaßen. Das können so banale Themen sein, wie dass du irgendwo in der Gastro oder irgendeiner Mensa tätig bist und dort mittags einfach der große Ansturm ist. Oder auch, dass du die Regionalbahn nach Mannheim fährst und mittags eben in Mannheim bist.
Wenn du willst, dass Eltern und vor allen Dingen Mütter arbeiten und das nicht nur in Teilzeit, dann brauchst du eine verlässliche und durchgehende Betreuung der Kinder. Ansonsten funktioniert das nicht. Das gilt übrigens auch für die in meinem Büro leider sehr häufigen Anrufe aus der Kita, dass das Kind abzuholen ist, weil krank, schlecht gelaunt, was auch immer. Das funktioniert gerade eben so in einer Bürotätigkeit, wo die Muttis dann im Zweifelsfall die Zeit aus dem Homeoffice nacharbeiten können. In anderen Berufen führt das allerdings dazu, dass die Leute ihre Arbeit aufgeben müssen.
Ich glaube du hast dich verlesen. Der Kommentar über dir kennt auch nur die Betreuung ohne Unterbrechung.
Ups
ja
ich kenne es ja eben nur ohne unterbrechung. wie absurd wäre es denn, da anzutanzen, nur um das kind eine stunde später nochmal für zwei stunden abzugeben?
also ich bin sowohl erzieher, als auch papa und auch kommunal stark im netzwerk der anderen kitas eingebunden. das ist das erste mal, dass uch überhaupt von so einer regelung höre.
…und das nicht arbeitende Elternteil wird auch nie wieder Arbeit finden wenn es mittags inkl. Fahrwegen mal kurz 3h weg muss.
zumutung ist ein sehr passend gewähltes wort.
Dass man Leuten, die Elternzeit haben, aber genau diese Betreuung nicht gewährt, ist richtig. Die Elternzeit ist ja genau dafür da, das sie als Eltern Zeit für ihre Kinder haben, dann sollen sie diese Zeit gefälligst auch nutzen, um sich um ihre Kinder zu kümmern, statt das zusätzlich der Allgemeinheit aufzuladen.
Der Anspruch auf Betreuung ist aber kein Anspruch der Eltern sondern ein Anspruch des Kindes. Anders gefragt: Wenn die Elternzeit für ein Kind aufgebraucht ist und dieses Kind dann einen Anspruch auf Betreuung hat, warum sollte dieser Anspruch verfallen, wenn die Eltern ein zweites Kind bekommen? Das wäre dem ersten Kind gegenüber eine krasse Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen Kindern, deren Eltern kein zweites Kind bekommen (diese werden dann “voll” betreut, wohingegen Eltern mit mehreren Kindern die Betreuung auf ihre Kinder verteilen müssen).
Das ist übrigens auch der Grund, warum die Eltern in diesem Verfahren nur stellvertretende Kläger sind. Den eigentlichen Betreuungsanspruch hat nämlich das Kind. Es geht nicht darum, den Eltern eine schöne Auszeit zu ermöglichen, sondern darum, dass die Kinder unabhängig vom Elternhaus gleich gut betreut werden und sich ohne Einschränkungen entwickeln können (die Urteilsbegründung “im Einzelfall kann man die Familiensituation berücksichtigen” steht dazu in deutlichem Widerspruch).
Ich stimme allem zu, was Du schreibst und will noch ergänzen:
Es geht nicht nur um den Anspruch des Kindes auf Betreuung, sondern nicht zuletzt um frühkindliche Bildung. Kitas bieten Kindern so viel, was ihnen zu Hause häufig nicht geboten werden kann. Das hat viel mit den Kompetenzen und den Möglichkeiten der Eltern zu tun, aber auch alleine schon, dass Kinder lernen, sich im sozialen Kontext “Kita” zu bewegen, mit anderen Kindern und Erwachsenen klarzukommen, Konflikte mit Gleichaltrigen zu lösen und noch vieles mehr
Ich bin Vater von drei Kindern im Kita-Alter und bin fest davon überzeugt, dass Eltern, die ihre Kinder bis zur (Vor-)Schule ausschließlich zu Hause betreuen, den Kindern viele Entwicklungschancen nehmen und seien sie noch so engagierte Eltern.
Nur ist das ja nicht so.
Kind A ist in der Kita und die Frau hat Elternzeit wegen Kind B.
Dein Blickwinkel ist es jetzt auf das Recht zur Kita-Betreutung von Kind A teilweise zu verzichten, weil Kind B - was ja auch versorgt werden will - da ist.
Du wirfst also alles in einen Pott und sagst egal wie eure Betreuungsituation ist und weshalb Ihr Euch auch immer für die Lösung entschieden habt: ich weiß es besser und sei gefälligst einfach nur Mutter.
Finde ich überheblich.
okay, das sehe ich anders. tatsächlich ist die elternzeit genau dafür da: eltern sein. das halte ich nicht für überheblich, sondern angemessen.
das sie anspruch auf den platz hat und dann aber unterbrechen soll wiederum finde ich quatsch. das gericht hat hier einer schlechten kompromisslösung der stadt recht gegeben, weil die politik versagt.
insofern: elternzeit ist zweckgebunden, das kann aber nicht argumentsgrundlage sein, dass eltern keine vernünftige betreuungszeit bekommen und das sehe ich unabhängig von lebenssituation.
es kann nicht sein, dass eltern den ganzen mist immer ausbaden müssen. wir stecken mitten im demografischen wandel und solche politik hilft nicht
D.h. im Umkehrschluss…wenn Kind 1 in der Schule ist und ich Elternzeit für Kind 2 nehme, habe ich in deiner Logik Anspruch darauf, Kind 1 aus der Schule zu nehmen, damit ich vollumfänglich, zweckgebunden meine Elternzeit korrekt nutze?
öhm nein, das ergibt sich weder im umkehrschluss, noch ergibt das sinn. erstens habe ich im grunde recht gegeben und mich lediglich an der wortwahl aufgehangen man würde von eltern erwarten, dass sie diese rolle auch ausfüllen (das ist auch außerhalb der elternzeit selbstverständlich, eltern sein ist kein “job”, der mit der elternzeit endet) zweitens stimme ich vollkommen zu, dass eltern ein anrecht auf den kitaplatz haben und die “lösung” des gerichts ein hohn ist.
edit: missverständnis
Ah, war im Thread falsch, galt eigentlich @trollercoaster@sh.itjust.works
oh, okay 😅 sry
Sind sie ja, nur nicht so, wie Du dir das wünscht. Sondern nur 100% für Kind B und 100% abzüglich KITA-Zeit für Kind A. Macht immer noch über 100% Kinderbetreuung.
Übrigens full-disclosure: ich bin kinderlos mit Kinderwunsch. Zahle also seit Jahrzehnten für die Kinder anderer und finde die Eltern- und Kinderfreundlichkeit hier im Land trotzdem ein Witz, borderline Verbrechen. Wir machen viel zu wenig, dafür dass wir immer rumheulen, dass so wenig Kinder gezeugt werden, lassen Eltern aber massiv im Regen stehen.
ich wünsche mir nichts, so verstehe ich einfach das konzept elternzeit. und mein widerspruch galt auch nicht deiner gesamtaussage, sondern nur diesem auszug:
ich habe meine elternzeit genommen, tatsächlich einfach nur als papa und das zu verlangen finde ich auch nicht überheblich, denn diesen zweck hat die zeit. gab in diesem zeitraum immer mal tage wo der große nicht in die kita konnte und dann war das so. für berufstätige menschen - kacke, für menschen in elternzeit - umplanen. dass der tag unterbrochen werden solle, wie das gericht bestätigte, da bin ich ganz bei dir: das ist müll. aber eben nicht wegen der elternzeit und weil man ein kind mehr daheim hat, sondern weil der staat dort seinem auftrag ganz unabhängig von lebenssituation nicht nachkommt.
Das ist schön für Dich und dein Kind.
Die Familie dort hat sicherlich ihre Gründe, warum eine Person arbeitet, eine sich vollständig um ein Kind kümmert und sie das zweite Kind in die Kita gebracht haben. Die Beweggründe haben uns nicht zu interessieren, wir müssen es auch nicht bewerten. Die Elternzeit mit Kind A werden die ja sicherlich auch genommen haben…
Das einzige was zählt ist, dass die Familie ihr Recht auf ein Kita-Platz ausübt.
P.S.: Kinder erlernen in einer KITA auch soziale Kontakte, die es zu Hause nicht gibt.
ich widerspreche dir doch gar nicht.
D.h. im Umkehrschluss…wenn Kind 1 in der Schule ist und ich Elternzeit für Kind 2 nehme, habe ich in deiner Logik Anspruch darauf, Kind 1 aus der Schule zu nehmen, damit ich vollumfänglich, zweckgebunden meine Elternzeit korrekt nutze?
Die Schule ist keine Aufbewahrungsanstalt für Kinder, vor denen Eltern ihre Ruhe haben wollen. (Auch wenn das eine zunehmende Anzahl von Eltern so zu sehen scheint) Die Schule ist dafür da, den Kindern ihr Grundrecht auf Bildung zuteil werden zu lassen.
Die KiTa ist keine Aufbewahrungsanstalt für Kinder vor denen Eltern ihre Ruhe haben wollen. Die KiTa ist dafür da, den Kindern ihr Grundrecht auf Bildung zuteil werden zu lassen.
das ist der normale Kindergarten, der findet üblicherweise nur vormittags statt. Kita mit Ganztagsbetreuung ist tatsächlich Aufbewahrung.
Stimmt. Hat Moses schon vom Berg so mitgebracht die Regel “vorschulische Bildung darf nur vormittags stattfinden”. Die 50er haben angerufen und wollen ihre Erziehungsmodelle zurück.