Stundenlang steht ein Regionalzug der Deutschen Bahn zwischen München und Nürnberg still. Die Klimaanlage funktioniert nicht, Infos sind Mangelware - und unsere Redakteurin ist mittendrin. Chronik einer Tour de Force.

  • rumschlumpel@feddit.org
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    20 hours ago

    Standard. Ich saß schon vor 10 Jahren im überfüllten, nicht oder nicht ausreichend klimatisierten Regionalzug fest - bei 30° Außentemperatur und praller Sonne ist das schon während der Fahrt bedenklich, wenn man dann noch stillsteht ist tendenziell schon nach 20 Minuten ein Punkt erreicht, wo eigentlich Feuerwehr, Rettungsdienst und gewaltsame Türöffnung angesagt wären. Die Informationspolitik der Bahnunternehmen war schon damals unter aller Sau.

    • varyingExpertise@feddit.org
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      20 hours ago

      Jetzt mal ohne Flachs, gibt es da keine Notentriegelungen die man dann eben öffnet, wenn die ganze Bude eh schon steht, nur für die Frischluft? Ich hab da nie drüber nachdenken müssen, aber: Wenn nein, dann kriegen mich ab jetzt keine zehn Pferde mehr in so eine Büchse.

      • blauergrashalm@feddit.org
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        6 hours ago

        Ja, es gibt eine Notentriegelung. Das manche kommentatoren sich da unsicher sind beunruhigt mich etwas. Ich dachte, jeder der mal Zug gefahren ist kennt die roten Hinweisschilder neben den Türen, die das ganze erklären. Sind eigentlich nicht zu übersehen.

        Problem ist: wenn da noch andere Gleise liegen, kannst du wissen ob die schon gesperrt wurden? Wenn nicht, begibst du dich (und andere die das als Einladung zum Aussteigen verstehen) in potentiell noch größere Gefahr.

        • trollercoaster@sh.itjust.works
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          1 hour ago

          Ja, es gibt eine Notentriegelung. Das manche kommentatoren sich da unsicher sind beunruhigt mich etwas. Ich dachte, jeder der mal Zug gefahren ist kennt die roten Hinweisschilder neben den Türen, die das ganze erklären. Sind eigentlich nicht zu übersehen.

          Das ist mir auch unverständlich. Es ist praktisch unmöglich, die Hinweisschilder und roten Griffe nicht zu sehen, wenn man mit offenen Augen durch einen Zug geht. Die Benutzungshinweise sind in der Regel sogar mehrsprachig ausgeführt. (meistens Deutsch, Englisch und Französisch)

          Keine Ahnung, woran das liegt, aber die Mehrheit der Leute werden immer hilfloser und erwarten, dass ihnen aber auch wirklich Alles an den Arsch getragen wird, sogar, wenn es sie den Arsch kosten könnte, darauf zu warten.

          Problem ist: wenn da noch andere Gleise liegen, kannst du wissen ob die schon gesperrt wurden? Wenn nicht, begibst du dich (und andere die das als Einladung zum Aussteigen verstehen) in potentiell noch größere Gefahr.

          Züge haben Türen auf beiden Seiten.

          Einfach gucken, auf welcher davon die anderen Gleise liegen und die Türen auf der gegenüberliegenden Seite aufmachen. (die wenigsten Bahnstrecken sind dreigleisig, es sollte also nicht zu oft vorkommen, dass ein Zug irgendwo liegenbleibt, wo auf beiden Seiten Gleise sind)

          Außerdem muss man ja nicht aussteigen, wenn man die Türen nur aufmacht, dass Luft reinkommt. So schwer ist das ja nicht. Drin bleiben ist in der Regel sogar leichter, als auf offener Strecke aussteigen, denn da muss man etwas klettern, weil ja der Bahnsteig fehlt und die Gleise in der Regel auf einem erhöhten Schotterbett liegen.

          • Don_alForno@feddit.org
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            5 minutes ago

            Wir sind hier in Deutschland. Da muss man sich immer fragen, ob man ein Bußgeld oder einen Prozess am Hals hat, wenn man so eine Noteinrichtung “zum falschen Zeitpunkt” (Rückblickend durch Menschen festgestellt, die nicht dabei waren) betätigt.

        • varyingExpertise@feddit.org
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          2 hours ago

          Richtig, natürlich kennt man die Schilder. Hilft aber ja alles nix, wenn die Hebel die gleiche Funktion haben wie die Fußgängerknöpfe an vielen Ampeln: Gar keine. Beruhigend wirken.

          Niemand klettert hoffentlich auf ein benachbartes Gleis, aber Luft schaffen können und einen möglichen Ausgang haben würde Menschen mit Klaustrophobie bereits massiv helfen.

      • rumschlumpel@feddit.org
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        20 hours ago

        Keine Ahnung. In einigen Zügen gibt es das garantiert (einige sind glaube ich nicht einmal richtig verriegelt, bei Straßenbahnen gibt es das vermutlich häufiger), vielleicht sogar in allen, aber das als Fahrgast bedienen zu können ist noch eine ganz andere Sache. In Bussen gibt es ja auch häufig Nothämmer, die direkt am Fenster angebracht sind, aber ich glaube in Bahnen ist das eher nicht Standard. Würde ich mich in so einer Situation auch nicht unbedingt trauen, am Ende stellt mir die Bahn noch das Fenster in Rechnung. Kann jemand machen, der sich sowas leisten kann oder wenigstens eine gute Rechtsschutzversicherung hat …

        • Klingenrenner@feddit.org
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          12 hours ago

          “Aufhebung der Türblockierung” steht meistens dran, ist ein langer roter Hebel. Meistens ist in der Nähe auch ein Piktogramm das aufklärt in welcher Reihenfolge die zwei Hebel zu nutzen sind. Manchmal pfeifen die ekelhaft, wenn man die bedient.

      • MsFlammkuchen@lemmy.blahaj.zone
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        18 hours ago

        Für den Fall, dass die elektronische Türsteuerung aus irgendeinem Grund versagt, sind immer mechanische Mittel zu ihrer Umgehung vorgesehen. Normalerweise muss man hierzu einen Nothahn öffnen, eine Nottaste drücken oder einen Notentriegelungshebel ziehen und anschließend ein Notventil betätigen. Dies entlüftet die Pneumatik oder setzt den Antrieb anderweitig außer Funktion, worauf die Tür von Hand auf- oder zugedrückt werden kann. Die Notentriegelung der Türen kann bei einigen Fahrzeugen nur dann betätigt werden, wenn die Sicherheit der Fahrgäste sichergestellt ist (z. B. unterhalb einer bestimmten Geschwindigkeit), bzw. durch z. B. eine Notbremsüberbrückung blockiert werden.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Türsteuerung_(Schienenfahrzeug)