(…) Seine Botschaft hat Friedrich Merz in den vergangenen Monaten unmissverständlich klar kommuniziert – immer und immer wieder. Um den deutschen Wohlstand aufrechtzuerhalten, müssten die Menschen mehr arbeiten. (…)
Wo 31,8 Milliarden Euro? .__.

Jo, Katholikentag sollte für einen CDUler Heimspiel sein. Solange irgendwo christliche Werte erkennbar sind, könnte er das maximal schlecht kommunizieren und die wären trotzdem gewillt, das richtig auszulegen.
Mit der Merzschen Politik würde man eine zweite Maria aber abschieben anstatt sie aufzunehmen. Das läuft so offensichtlich gegen die Kernbotschaften des Christentums. Also wenn es ein Kommunikationsproblem gibt, dann dass diese Kernbotschaften bei Merz nicht angekommen sind.
Merz als Herodes der Neuzeit (“Schieben Sie Maria und ihren kleinen Pascha umgehend ab!”)?
Das ist vielleicht dann doch etwas zu viel der Ehre; Epochales fällt mir jedenfalls an Merz nicht auf.
Das Problem ist nur: Seine Botschaft hat Friedrich Merz in den vergangenen Monaten unmissverständlich klar kommuniziert – immer und immer wieder.
Klar… “Seine Botschaft”. Nicht etwa die der gesamten C*U… In einer Zeit in der mehr als die Hälfte der Deutschen diesen Mist wählem will, oder stattdessen das selbe in noch korrupter mit noch mehr Keifen rechtspopulistischer Lügenmärchen. Man könnte meinen, dass die Medien -also zumindest die, die nicht schon im völligen Wahn begeistert am Faschismus mitarbeiten- irgendwann doch mal das Maul aufmachen müssten, um ganz klar zu sagen, “Der deutsche Wähler macht dieses Land durch seine Entscheidungen kaputt, während er dann über die Konsequenzen heult”. Aber nein, wir tun weiterhin so als wäre das zufällig das Problem einer (oder weniger) Einzelperson(en). Bei der nächsten Wahl von genau der selben Scheiße wird sie sicher nicht mehr stinken.
Will die Bundesregierung den Status Deutschlands als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und als führende politische Kraft in Europa erhalten und ausbauen, braucht sie Wirtschaftswachstum. Nach konservativer Vorstellung geht das nur durch mehr Arbeit und Lohnausbeutung, Steuersenkungen für Unternehmen und Kürzungen in allen Bereichen, die nicht wachstumsförderlich sind.
Und an der Stelle hätte man, ob der selbst gestellten Vorlage, natürlich anmerken können, dass das eben nur die konservative Vorstellung ist, während die Realität zeigt, dass kurzfristiges Starren auf nackte Zahlen eben nicht zum Erfolg führt, die Wirtschaft nicht nur an der Börse stattfindet, sondern eine wohlhabende Bevölkerung durch ihren Konsum in der Tat Wirtschaftswachstum hervorbringt.
Aber man ist ja bei der achso linken Taz, die heutzutage wirklich jedes rechte Narrativ als Fakt nachplappert. Und so biegt man direkt mal völlig falsch ab, und tut so, als müste man einfach nur auf Wirtschaft verzichten und stattdessen etwas für die Bevölkerung tun. Und genau wie die verdummte Hälfte der Wähler, wird dann sicher hinterher geweint, warum, “Wir müssen uns nur gegen Wohlstand entscheiden und mehr dafür tun, dass es uns gut geht” hirnverbrannt ist und niemanden überzeugt.
Ich versteh deinen Kommentar nicht. Direkt nach deinem Zitat geht es weiter mit:
Es gibt eine Alternative dazu: Deutschland könnte auf seinen globalen Machtanspruch verzichten und ein Wirtschaftssystem, dessen oberstes Ziel die Profitmaximierung ist, durch eines ersetzen, dem es in erster Linie darum geht, die Bedürfnisse seiner Bevölkerung zu erfüllen. Ein neuer demokratischer Sozialismus.
Inwiefern plappern sie da denn rechte Narrative nach?
einer der wenigen taz.de artikel die wirklich lesenswert sind. meistens sind das eher ideologisch aufgeladene propaganda-artikel, diesmal aber bodenständig und klar.
Das Problem ist nur: Seine Botschaft hat Friedrich Merz in den vergangenen Monaten unmissverständlich klar kommuniziert – immer und immer wieder. Um den deutschen Wohlstand aufrechtzuerhalten, müssten die Menschen mehr arbeiten. Dabei schöpft er propagandistisch durchaus aus dem Vollen: Er spricht von „unserem gemeinsamen Wohlstand“, für den „wir“ jetzt „alle gemeinsam“ wieder anpacken müssten. Nur ist dieses herbeikonstruierte nationale Wir schlicht nicht überzeugend.
Die meisten Menschen wissen sehr wohl, dass sie in dieser Gleichung diejenigen sind, die den Wohlstand erarbeiten sollen – und dafür das Wertvollste opfern müssen, das sie haben: ihre Freizeit. Und dass sie von dem dadurch erwirtschafteten Wohlstand kaum mehr als Brotkrumen abbekommen: ein bisschen mehr Lohn. Der Rest fließt entweder an Aktionäre und Topverdiener oder an einen Staat, der gerade alles wegkürzt, was in den vergangenen Jahren kein Wirtschaftswachstum generiert hat.
der artikel macht vieles richtig. er geht von ganz einfachen grundannahmen aus - nämlich dass die meisten menschen wirklich einfach nur ihre eigenen lebensbedingungen verbessern wollen, nämlich mehr freizeit haben und wenn’s geht ein ausreichendes einkommen. und er benennt auch ganz klar, dass “der wohlstand” (des landes) eben nicht der wohlstand des einzelnen ist, nämlich der wähler:in, und dass daher diese begriffe dekonstruiert werden müssen.
[wirtschaftswachstum:] Nach konservativer Vorstellung geht das nur durch mehr Arbeit und Lohnausbeutung, Steuersenkungen für Unternehmen und Kürzungen in allen Bereichen, die nicht wachstumsförderlich sind – das, was Ökonomen gerne „verbesserte Standortbedingungen“ oder „Wettbewerbsfähigkeit“ nennen.
Es ist auch interessant dass der Artikel das anspricht. Wenn man wirklich schaut, wo wir heute wachstumstreiber finden, nämlich im bereich der erneuerbaren energie, dann sehen wir dass da vor allem zwei technologien zu nennen sind: solarzellen und windräder. und eben genau diese beiden haben in den letzten 20 jahren massive (!) subventionen erhalten damit sie heute da sind wo sie sind. in anderen worten: eine abkehr vom freien markt (auf der unternehmen lediglich nach kurzfristigem gewinn entscheiden) ist notwendig wenn wir weitreichende und zukunftsträchtige wirtschaft betreiben wollen. eben genau darum braucht es so etwas wie einen plan in der deutschen wirtschaftspolitik (man könnte sogar von einer plan wirtschaft) sprechen um die wichtigsten schlüsseltechnologien der zukunft zu fördern. der markt allein wird das nicht regeln.
ich denke, die wichtigste lektion, die die CDU zu lernen hat, ist dass der markt das nicht mehr regeln wird und dass höhere planung in der staatswirtschaft notwendig und sinnvoll werden.
ich denke, die wichtigste lektion, die die CDU zu lernen hat, ist dass der markt das nicht mehr regeln wird und dass höhere planung in der staatswirtschaft notwendig und sinnvoll werden.
Das Problem ist, dass der Markt ja wirklich regelt. Und zwar Bestechungsgelder, Aufsichtsratsposten usw. für “konservative”, “liberale” und “sozialdemokratische” Politiker. Da können linke Organisationen oder Einzelpersonen schwer gegen ankommen.
Bloß nicht noch mehr Kohle von uns allen in irgendwelche Flug Taxis. Da sollten der Staat sich raushalten und froh sein, dass China billiger Solar Panels baut als wir es je konnten.







