Justizministerin Hubig will auch eine gesetzliche Neuregelung, wonach Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, den Ort für ein Gerichtsverfahren frei wählen können. So solle verhindert werden, dass Opfer von ihren Ex-Partnern aufgespürt werden könnten, betonte die SPD-Politikerin.
Will sie wirklich das Geschlecht der Opfer im Gesetz festlegen, oder ist das redaktionelle Interpretation?
Wollen sich Ehepartner scheiden lassen, müssen sie zuvor ein Jahr getrennt leben.
Ich wusste gar nicht, wie rückständig Deutschland hier ist.
Die Wikipedia hat Infos dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ehescheidung_(Deutschland)#Voraussetzungen_der_Scheidung
Im Kern: Um eine Ehe zu scheiden, muss halt das Gericht feststellen, dass die Ehe zerrüttet ist. Hierbei wird das Trennungsjahr als pragmatisches Indiz benutzt: Ist man ein Jahr getrennt, kann davon ausgegangen werden, dass da nix mit Ehe mehr ist. Das funktioniert auch gut, wenn z.B. ein Ehepartner dann blockiert und das nicht aufgeben will und die Scheidung verweigert. Das ist eine recht pragmatische Geschichte, da man es sich dann spart, die häßlichen Details der Trennung vor einem Richter zu diskutieren.
Du kannst auch eine Härtefallregelung beanspruchen, dann kannst du die Scheidung deutlich schneller durchkriegen.
Ich bin grade im Trennungsjahr, und das macht Sinn (wenn es keine häusliche Gewalt gab).
Es verhindert manche Formen des Ehebetrugs und der Ausnutzung des schwächeren Partners und gibt beiden Parteien die Zeit, ihre Angelegenheiten zu regeln und sich auf einen eventuellen Rechtsstreit bei der Gütertrennung oder dem Sorgerecht vorzubereiten.
Bei einer sofortigen Scheidung könnte z.B. ein Partner die Scheidung bereits lange im Voraus planen und den anderen dann überrumpeln.Das passt nach meiner Erfahrung ganz gut zur gelebten Realität hierzulande. Und wenn die Ehe richtig scheiße läuft, kann das auch verkürzt werden.
Das finde ich eigentlich gar nicht so verkehrt. Zu Anfang kochen die Emotionen extrem hoch, aber wo man wirklich steht, sieht man erst mit ein bisschen (verordnetem) Abstand. Räumlich, aber auch zeitlich.
Man kann ja wieder heiraten, wenn man doch wieder will 🤷♂️
Ehe bedeutet auch sowas wie Bedarfsgemeinschaft und gemeinsames Vermögen, das sind schon so Sachen, aus denen man leicht rauskommen sollen könnte.
Jedenfalls, der Staat sollte sich da meiner Meinung nach nicht einmischen.
das sind schon so Sachen, aus denen man leicht rauskommen sollen könnte.
Wie das? Häuser, Unternehmensbeteiligung ist doch genau nicht einfach aufzuteilen und nicht mal eben schnell gemacht.
Deswegen muss man ja nicht die Scheidung künstlich verzögern.
Was soll denn hier deiner Meinung nach passieren? Am Tag nach dem Ehekrach direkt zum Notar? Turbo Verkaufklausel für die gemeinsame Firma?
Das Gesetz ist hier schon relativ pragmatisch.
Wer das will kann das so machen 🤷♂️
Oder sollte das so machen können.
In Deutschland kann man nach einer Scheidung die gleiche Person wieder Heiraten.
Zuletzt bedeutet das Trennungsjahr nur eine Kündigungsfrist für ein Vertragbündel mit relativ komplexe Auswirkungen auf beide Vertragspartner und möglicherweise Dritten (Versorgungsansprüche, Erbschaftsregelungen, Namensregeln (Familienname), Steuerpflicht, Krankenversicherung, usw.). Wieso sollten wir unsere Verwaltung mit dem emotionale Hin und Her innerhalb eines Zeitraums von einem Jahres belasten?
Es geht ja nicht um eine Verpflichtung noch mindestens 1 Jahr Zusammenleben.
Mal sehen, wie das in der Praxis umgesetzt wird. Häusliche Gewalt ist in der Praxis nicht immer leicht nachweisbar. Soll das “Trennungsjahr” erst nach der Verurteilung des Täters entfallen? Das Verfahren dauert doch mehr als ein Jahr - dann ist das nutzlos…






