Stundenlang steht ein Regionalzug der Deutschen Bahn zwischen München und Nürnberg still. Die Klimaanlage funktioniert nicht, Infos sind Mangelware - und unsere Redakteurin ist mittendrin. Chronik einer Tour de Force.
Stundenlang steht ein Regionalzug der Deutschen Bahn zwischen München und Nürnberg still. Die Klimaanlage funktioniert nicht, Infos sind Mangelware - und unsere Redakteurin ist mittendrin. Chronik einer Tour de Force.
Wir sind hier in Deutschland, hier gibt es auch das Konzept des rechtfertigenden Notstands und der unterlassenen Hilfeleistung. Dass sich Leute inzwischen wegen der Rechtmäßigkeit, das Richtige zu tun, dermaßen in die Hosen scheißen, ist einfach nur abstoßend.
Das größte deutsche Zugunglück der jüngeren Geschichte, der ICE-Unfall von Eschede, wäre übrigens noch in letzter Minute zu verhindern gewesen, wenn ein einzelner Passagier den Arsch in der Hose gehabt hätte, einfach die Notbremse zu ziehen, als sich ein Stück Rad durch den Kabinenboden gewaltsam Zutritt zu seinem Abteil verschafft hat. Aber der hatte wohl Angst vor den rechtlichen Folgen und ist lieber losgelaufen, den Schaffner holen, dass der sich anguckt, was da los ist. Resultat: Über 100 Tote und unzählige Leute, die bis heute unter den Folgen leiden. Einfach nur, weil niemand selbst Verantwortung übernommen und das lieber auf Dritte abgewälzt hat.