• realitaetsverlust@piefed.zip
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    6 hours ago

    Eine Erbschaftssteuer ist aber der falsche Weg. Das ist ein Wattepad auf einer offenene Fleischwunde.

    Wir brauchen eine vernünftige Kapitalertragssteuer und endlich einen Weg, auch den Besitz von Firmenanteilen und anderen nicht realisierten Gewinnen zu besteuern. Das ist der einzig richtige und nachhaltige Weg. Diese Diskussion um Erbschaftssteuer ist kompletter Bullshit. Eine Erbschaftssteuer ist entweder zu niedrig angesetzt und schadet dem Normalverdiener oder zu hoch, sodass es nur die Leute betrifft, die ohnehin Mittel und Wege haben, das Erbe durch irgendwelche Offshorefirmen auf 0 zu drücken.

    • captain_unicode@feddit.org
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      59 minutes ago

      Ich finde die Erbschaftssteuer sowieso etwas merkwürdig. Warum sollte die Menge an Steuern, die man bezahlt, davon abhängen, wie schnell man sich vermehrt und stirbt? Eine Vermögenssteuer mit ein bis drei Prozent und Ausnahmen für gemeinwohlfördernde Investitionen wäre ertragreicher, gleichmäßiger im Aufkommen, krisenfester und würde langfristig nachhaltige Investitionen fördern, ohne für irgendwen Unfair zu sein. Und die ganzen Lücken im Recht für Familienstiftungen bräuchten wir auch nicht umständlich zu stopfen.

    • saimen@feddit.org
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      5 hours ago

      Nicht realisierte Gewinne zu besteuern klingt aber auch merkwürdig. Dann vll lieber die Nutzung dieser Vermögen als Sicherheit für Kredite irgendwie besteuern oder einschränken. Oder sobald man sie als Sicherheit nutzt gelten sie steuerrechtlich als realisiert.

      • Tarogar@feddit.org
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        4 hours ago

        Die Vorabpauschale am Aktienmarkt gibt es seit 2018 und besteuert nicht realisierte gewinne. Das ist nicht merkwürdig das ist geltendes Recht. Wenn das an einer Stelle geht kann man das an anderen auch so machen.

        • saimen@feddit.org
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          1 hour ago

          Wie funktioniert das denn? Wenn die Aktienkurse mal nach oben schießen muss man Steuern zahlen auch wenn sie dann wieder fallen und man die Aktien immer noch hält?

      • Aniki@feddit.org
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        4 hours ago

        Nicht realisierte Gewinne zu besteuern klingt aber auch merkwürdig.

        Ich sehe das tatsächlich nicht so. Es gibt keinen Grund, einer Person einen beliebig hohen Besitzanspruch zu erlauben. Das ist nicht natürlich. In Jäger- und Sammlergesellschaften war der persönliche Besitz durch das beschränkt, was man am Körper tragen konnte, daher war der persönliche Besitz beschränkt. Man könnte sich daher auf eine Art Naturrecht berufen, wenn man sagt, dass Personen nicht mehr als 10M€ Gesamtbesitz besitzen dürfen.

        Man darf auch nicht vergessen, dass Privatbesitz im heutige Sinne keine natürliche Sache ist, sondern durch den Staat erzeugt wird. Denn der Staat sichert militärisch deinen Besitzanspruch gegenüber anderen dritten ab. Wenn der Staat dieses Prinzip nicht durchsetzen würde, wäre es wahrscheinlich auch sehr schwierig, so große Vermögensmengen anzuhäufen, da diese fortwährend geraubt werden würden.

        • saimen@feddit.org
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          1 hour ago

          Und was hat das mit nicht realisierten Gewinnen zu tun? Da ist ja gerade der Punkt, dass man die Gewinne noch gar nicht besitzt.

          • Aniki@feddit.org
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            1 hour ago

            “Nicht realisierte Gewinne besteuern” = etwas das man besitzt aber noch nicht genützt hat besteuern. Eine Vermögenssteuer.

      • DivineDev@piefed.social
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        4 hours ago

        Das wäre dann ja eine Art, “nicht realisierte” Gewinne zu versteuern. Diese Nutzung als Sicherheit für Kredite kommt mir eh vor wie ein Verkauf um 2 Ecken, der dann leider kein Steuerereignis ist (bitte korrigiert mich wenn das Quatsch ist, das Thema ist schwierig)

        • saimen@feddit.org
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          1 hour ago

          Eben, in dem Fall könnte ich es ja verstehen. Aber generell kommt mir das komisch vor.

    • Aniki@feddit.org
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      4 hours ago

      Erbschaftssteuer ist m.m.n. praktisch trivial zu umgehen, indem nicht person A das vermögen besitzt, und daher auch nicht an person B vererbt, sondern stattdessen person A das vermögen an eine abstrakte Entität (Stiftung, …) C gibt, die es dann person B zur verfügung stellt.

      Das lässt sich durch Erbschaftssteuer nicht verhindern da ja abstrakte Entitäten nicht sterben und daher nicht vererben. Es muss wirklich eine Vermögenssteuer her die auch abstrakte Entitäten umfasst.

      • pleb_maximus@piefed.zip
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        2 hours ago

        Das übertragen an eine solche Entität einfach als Schenkung betrachten. Schenkungssteuer ist schon so hoch wie die Erbschaftssteuer.
        Bzw. greift die schon früher, weil so eine Entität ja keine Verwandtschaft sein kann und entsprechend deutlich niedere Freibeträge gelten.

        • Aniki@feddit.org
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          1 hour ago

          naja, was ist eine “schenkung”? Wenn ich eine Wohnung in London um $60M kaufe, ist das dann eine Schenkung? Weil der reale Nutzwert der Wohnung (nämlich dass ich dann eine Unterkunft habe) liegt vielleicht bei $1M oder darunter.

          Und was wenn ich einen Picasso um $120M kaufe? Ist das dann Kunst?

          • pleb_maximus@piefed.zip
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            33 minutes ago

            Wat? Das kaufen einer Wohnung ist eben genau das. Und selbst wenn man das zu einem überhöhten Preis kauft, blecht man da ordentlich Steuern drauf. Selbiges bei einem Gemälde.

            • Aniki@feddit.org
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              9 minutes ago

              Hmm. Gab es da nicht mal was über “Steuerfreiheit für Kunstwerke”? Oder täuscht mich mein Gedächtnis