Bislang war die ostdeutsche Presselandschaft geprägt durch westdeutsche Verlage. Mit der neuen Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung ändert sich das nun. Doch die Publikation ist nicht unumstritten.
Fassen wir zusammen: Gründer ist Holger Friedrich (Besitzer der Berliner Zeitung, offen pro-russisch und AfD-nah, ehemaliger IM für die Stasi, “Zonengabis Rache”), ein Redakteur kommt von Russia Today (verboten seit 2022), die Zielgruppe ist “Ostdeutschland” als angeblich homogener politischer Raum im Gegensatz zum Westen (ist es nicht, für mich als Ossi schon fast eine Beleidigung), der Chefredakteur ist aus dem Westen, erklärtes Ziel ist die Erweiterung des Meinungskorridors in Richtung der extremen Rechten, Corporate Design zwischen Fraktur, schwarz-weiß-rot und rechtem Think-Tank.
Kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.
Edit: Hatte vergessen zu erwähnen, dass Friedrich auch Informant für die Stasi war. Toller Typ, wirklich, der da gerade die Medienlandschaft im Osten umgestaltet.
Hast mir einen Klick gespart. Ich befürchtete es schon, hätte aber sonst nachgeprüft.
Zielgruppe ist “Ostdeutschland” als angeblich homogener politischer Raum im Gegensatz zum Westen
Hört sich so an als würde Russland schon mal für die weite Zukunft planen. “Die Grenzen der Sovietunion zurück!”
der Chefredakteur ist aus dem Westen
Genau auf die Stelle hatte ich beim Lesen des Artikels gewartet.
Nichts sagt mehr ‘Stimme Ostdeutschlands’ als ein weiterer Glücksritter aus dem Westen, der dem Osten erklären will, was gut für ihn ist.
Treuhand, Höcke, der Typ… es ist immer das gleiche.
Volle Solidarität!
erklärt der junge, aus Westdeutschland stammende Chefredakteur.
Yeah…
Einer der neuen Redakteure der OAZ ist Florian Warweg. Er arbeitete von 2014 bis 2022 für Russia Today, […]
Damit wurde mein kurzer Hoffnungsschimmer von einfach einer neuen Zeitung mit Fokus auf den Osten zunichte gemacht…
So wird ihm zum Beispiel die Verharmlosung der DDR vorgeworfen, weil er sich immer wieder lobend über den ehemaligen Staatschef Egon Krenz (SED) geäußert hat.
War Krenz so ein schlechter Mensch, dass dies ein Argument ist?
https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Krenz
Allerdings verbot erst der Befehl 9/89, den Krenz am 13. Oktober gemeinsam mit dem stellvertretenden Verteidigungsminister Fritz Streletz an Honecker vorbei formulierte,[12] den Gebrauch von Schusswaffen bei Demonstrationen.
ich finds gut das du die Kritik an seiner Person nicht Zitierst, wie die Leugnung von Wahlfälschung und die Existenz des Schießbefehls. Du bist bestimmt in der Redaktion von der OAZ ?
Da immer die SED gewonnen hat, und ich denke immer an der Grenze geschossen wurde, geht das wahrscheinlich nicht auf Krenz zurück. Ich fand den Text dazu auffällig wage. Von daher wiegt das zumindest für mich nicht auf, dass Krenz die Demonstrationen erst möglich gemacht hat.








