Das Erkenntnisproblem liegt in erster Linie bei Politikern, die immer noch nicht begriffen haben, dass auch die Reichen sich an der Finanzierung des Staates beteiligen müssen.
Ich kann mir mittlerweile kaum etwas anderes Vorstellen, als 2029 eine Afd-Regierung zu bekommen. Konservativen Wähler:innen traue ich es zu, Merz bei der Wahl abzustrafen, aber nicht, nach Links abzuwandern.
Alle doof, außer Fritz.
Anzeige ist raus.
Rage erfolgreich gebaitet.

“Geteilte Rage ist doppelte Rage!” Oder so ähnlich.
Merz sagte auf dem ZVEI-Kongress, es gebe in «beachtlichen Teilen» der Gesellschaft immer noch ein Erkenntnisproblem. «Wir müssen auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wir müssen die Vertretungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, besonders die, davon überzeugen, dass jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren und ein Stillstand und nur Verteilung dessen, was wir haben. Wir müssen mehr erwirtschaften, damit wir unseren Staat, unsere Wirtschaft, auch unseren Sozialstaat, zukunftsfähig machen.»
Ich entnehme dieser Aussage, dass a) mal progressive Politik gemacht werden wird und b) der Staat endlich mal mehr Kohle von denen erheben wird, die genug haben, um die Einnahmen zu erhöhen.
Klingt gut, bin ich dafür!
Ich denke, deine Hoffnung geht etwas an der Aussage von Merz vorbei:
[…] dass jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht […] nur Verteilung dessen, was wir haben
Kurzum: Haste was, sollstes behalten. Haste nix, geh mehr schaffe.
Als ob Umverteilung nicht schon immer der Faktor für Wohlstand war. Der Grund für unser Lohnniveau sind die Gewerkschaften.
So denken diese Menschen nicht. Zuträglich für ihren Wohlstand ist ein niedriges Lohnniveau und Abbau der Arbeiterrechte. Je schneller und härter, desto besser. Frosch auf der Herdplatte war gestern. Und du kannst dich drauf verlassen, dass Merz diesen Wohlstand meint und keinen anderen. Allerhöchstens nimmt er billigend in Kauf, dass die Menschen ihn falsch verstehen und denken ihr eigener oder ein gesamtgesellschaftlicher Wohlstand wäre gemeint. Aber ich habe Zweifel dass er es überhaupt auf dem Schirm hat und nicht denkt, dass wenn sich die Armen nicht für die Reichen freuen, dann ist das Undankbarkeit und Neid.
Und klar ist das nicht nachhaltig, auf mehreren Levels, aber die denken halt alle wie Investoren: Sie müssen nur rechtzeitig den Absprung schaffen, bevor die Guillotinen ausgepackt werden.
Sagt der vor 30 Jahren hängengebliebene Praktikant.









