Einige meiner Gedanken über Verteidigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Schreibt mir gerne, was ihr davon haltet. Lieber Gruß!

  • Aniki@feddit.org
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    1 day ago

    insgesamt ein guter artikel.

    mich beschäftigt die frage auch schon länger. ich bin davon überzeugt, dass wenn es einen neuen krieg gibt, dann ca. 90% der jungen menschen nicht hingehen würden. und das sage ich nicht nur im sinne von “ich will mich nicht als kanonenfutter anbieten”, sondern eben wie du auch sagst stark in hinblick auf die frage “sehe ich mich als teil dieser gesellschaft? akzeptiert mich diese gesellschaft?”

    ich denke, dass gerade in den letzten jahren extrem viele junge männer “desillusioniert” mit der gesellschaft geworden sind. gefühlt wird man überall nur beschimpft und beleidigt, man sei ein potentieller vergewaltiger und sowieso hoch gefährlich und wahrscheinlich sollte man dich am besten gleich wegsperren. zumindest wird es auf social media so vermittelt. und da soll man jetzt für diese gesellschaft kämpfen und potentiell sterben, obwohl man so behandelt wird? ne, ich glaube eher nicht.

    aber das ist nur ein punkt. ich würde nebenbei auch sagen dass kriege im allgemeinen nicht gewonnen, nur verloren werden können. die frage ist nur eben wieviel man verliert. wie bei einem erdbeben. “you can win a war no more than you can win an earthquake”. dazu kommt noch dass die geopolitische stabilität heutzutage sehr stark von den gedanken abhängt, d.h. ideologie weltweit usw. es gibt so organisationen wie die weltbank die sich auch eben darüber gedanken machen, wie andere länder auf ihren ökonomischen gewinn kommen könnten ohne kriege. die sache ist kompliziert, ich kürze hier ab und mache schluss. ;-)

    • Latschenkiefer@feddit.org
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      1 day ago

      gefühlt wird man überall nur beschimpft und beleidigt, man sei ein potentieller vergewaltiger und sowieso hoch gefährlich und wahrscheinlich sollte man dich am besten gleich wegsperren.

      Glaube nicht, dass das eine weit verbreitete Meinung ist, zumindest nicht wenn du auf die Straße gehst und mit den Leuten redest. Ich als Mann sehe eher, wie typische frauenfeindliche Ideen immer noch bei der älteren Generation tief verankert sind und Gen Alpha sitzt in ihren Kinderzimmern und hämmert sich die Wangenknochrn ohn, weil ihnen das ein Incel auf Tiktok vorgemacht hat.

    • Obin@feddit.org
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      1 day ago

      Ich sehe mich als Teil der Gesellschaft, aber die Gesellschaft ist einfach unendlich kaputt. Kämpfen und sterben in einem Krieg bedeutet heute die, die den Krieg angezettelt haben (auf beiden Seiten) noch reicher zu machen als sie es eh schon sind und noch in ihrer Macht zu festigen. Und das wird dann ganz sicher nicht Frieden, sondern noch mehr Kriege zur Folge haben, wie könnte es das nicht?

      Wir müssten diesen Kreislauf durchbrechen und wenigstens einen ersten Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft machen, bevor ich das auch nur erwäge diesen Staat mit meinem Leben zu verteidigen. Ansonsten sterbe ich dann lieber zuhause dabei individuell meine Mitmenschen zu verteidigen als im Militär irgendwo im Ausland bei der Verteidigung der Rheinmetall Aktienkurse.

      • Daredoedel@lemmy.world
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        15 hours ago

        Als Wehrpflichtiger kannst Du nicht gegen Deinen Willen im Auslandseinsatz verwendet werden.

        Welche beiden Seiten haben denn den Krieg angezettelt? Da bin ich neugierig. Ich gehe davon aus das die eine Seite aus Deiner Sicht Putin ist (hoffentlich). Die andere Seite wäre dann was? Die Waffenindustrie? Wie soll die den bitte den Krieg angezettelt haben? Die Bw wurde seit den 90ern tot gespart. Jetzt bedient die Waffenindustrie den Bedarf der schon die ganzen Jahrzehnte bestand weil plötzlich der Krieg eine 20 stündige Autofahrt von Deutschland entfernt statt findet. Das da viel Geld im Spiel ist steht ausser Frage.

        Ich frage mich nur immer bei diesen radikal alles ablehnenden und scheisse findenden Statements was denn Dein Lösungsvorschlag wäre.

        • Obin@feddit.org
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          12 hours ago

          Welche beiden Seiten haben denn den Krieg angezettelt? Da bin ich neugierig. Ich gehe davon aus das die eine Seite aus Deiner Sicht Putin ist (hoffentlich).

          Du kannst dir mal den Schaum vorm Mund abwischen und deine Flowchart wieder einpacken, weil das hättest du bei mir nicht gebraucht. Ich finde Putin genauso scheiße wie Jeder andere. Beim Ukrainekrieg denke ich eher in die Richtung warum man der Ukraine tröpfchenweise die Unterstützung füttert und sie in diesem Stalemate gefangen hält. Und da gibt es genug Indikationen dafür, dass das so ist, siehe das hin und her mit Starlink über die Jahre.

          Ich meinte aber nicht mal diesen Krieg, das hat dein gewaschenes Gehirn da gleich rein interpoliert. Ich meinte die Kriege, auf die wir uns mit Wehrpflicht usw. gerade vorbereiten. Um die letzten Ressourcen für uns zu sichern, oder um die Klimaflüchtlingsströme gleich in den Herkunftsländern zu ermorden. Oder glaubst du ernsthaft, dass es tatsächlich um eine edle Verteidigung gegen Putins zähnefletschende Horden an der Oder geht, und dass das nicht nur das Angstnarrativ ist, dass bei dir Consent manufacturen soll? Aber selbst wenn du dir da absolut nichts anderes vorstellen kannst als diesen LARP:

          Ich frage mich nur immer bei diesen radikal alles ablehnenden und scheisse findenden Statements was denn Dein Lösungsvorschlag wäre.

          Genau dasselbe wie jeden Abend Pinky, wir enteignen die Milliardäre, verbieten ausländische Geschäftsinteressen in der EU, versuchen unsere Solidarität zu bewahren und überführen unsere Wirtschaft von einer Wachstumswirtschaft in eine Wohlfahrtswirtschaft. Nicht dass das notwendigerweise alle Kriegsinteressen verhindert. Kann gut sein, dass uns dann die USA überfallen, für Regime-Change zurück zum Wachstumskapitalismus (nur halb /s). Aber mein Punkt war ja auch nicht, dass wir uns pazifistisch darniederlegen und unser Schicksal erwarten sollen, sondern dass ich, wenn ich den Staat verteidigen soll, bitte gerne einen Staat hätte, den ich auch verteidigen will oder zumindest eine Perspektive dahingehend. Einen Staat, der sowas wie Ideale besitzt, abseits von freie Fahrt für freie Bürger und Korruption go brrrrrrr.

          • Daredoedel@lemmy.world
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            8 hours ago

            Ok, der Staat der Dir offensichtlich nicht genug gibt oder Dinge nicht tut die Dir wichtig sind, ist nicht verteidigungswert. Das diesen Staat die Gesellschaft, deine Freunde und Familie und Du ausmacht und die Freiheit die wir hier genießen, findet nicht mal Erwähnung. Danke für Deinen Beitrag. Kann mir gar nicht vorstellen in welcher Hölle Du aufgewachsen bist und immernoch leben musst! Hört sich für mich nach Egoismus, laben in einer Opferrolle und Wohlstandsverwahrlosung an. Alles was ich aus Deinem Beitrag rauslese ist eine völlig überzogene Dramatik und ein blindes Auge für die Dinge die wir alle täglich geniessen und die halt wirklich gut und meiner Meinung nach verteidigungswert sind.

            • Obin@feddit.org
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              4 hours ago

              Alles was ich aus Deinem Beitrag rauslese […]

              Da ist dein Fehler. Du hast keine Ahnung wer ich bin und ich musste echt bei deinen Ausführungen kurz lachen. Meine Hoffnung für eine Verbesserung und das bestehen des Guten in diesem Land ist groß. Da ist aber das Einsteigen in die Kriegspropaganda allem was ich mir Wünsche gegenüber nur kontraproduktiv und spielt denen, die das Land zum eigenen Nutzen zum negativen entwickeln wollen in die Hände.

              Also ja, wenn du ein Feindbild brauchst, von mir aus. Wenn du irgendwelche patriotischen Bekundungen über edle Gefechte zum Schutz deiner Familie brauchst, mach das mit dir selbst aus. Tue mir aber den einen Gefallen und lass dich halt nicht ganz so hart zum Spielball machen, zum Wohl unser beider Familien. Danke.

        • baleanar@discuss.tchncs.de
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          14 hours ago

          Als Wehrpflichtiger kannst Du nicht gegen Deinen Willen im Auslandseinsatz verwendet werden.

          Versprechen werden immer gebrochen. Veränderungen ist konstant. Wenn Trump uns das noch noch beigebracht hat, ist uns nicht zu helfen.

      • RalfWausE_der_zwote@feddit.org
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        1 day ago

        Ansonsten sterbe ich dann lieber zuhause dabei individuell meine Mitmenschen zu verteidigen als im Militär irgendwo im Ausland

        Im Kriegsfall, insbesondere wenn es nicht so gut läuft, sind Staaten in der Regel gerne bereit solche Wünsche zu erfüllen

    • KatherinaReichelt@feddit.org
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      1 day ago

      dann ca. 90% der jungen menschen nicht hingehen würden

      Das sagt sich so einfach. Aber natürlich haben Staaten schon seit Jahrhunderten und Jahrtausenden vielfältige Mechanismen entwickelt, um Leute doch zum Militär zu kriegen. Keiner hat Bock sich von gegnerischen Rittern auf Schlachtrössern zertrampeln zu lassen, kaum einer hatte im Ersten Weltkrieg Lust auf Schützengräben oder Bock auf Ostfront im Zweiten oder ist begeistert nach Vietnam gegangen. Im Endeffekt ist es kack egal, ob du da hin willst oder nicht, wenn du im Kriegsfall einberufen wirst, kommst du dort nicht so schnell raus. Du siehst es ja zum Beispiel aktuell in der Ukraine oder auch in Russland. Auch wir haben die Feldjäger von der Bundeswehr, die dich suchen, wenn du dich drückst. Die wissen dann, wo du arbeitest, wer deine Familie ist und im Zweifelsfall haben sie auch deine Handydaten etc.

      Im Kern bleibt dir dann nur noch die Flucht ins Ausland. Dort will dich aber meistens keiner. Bei der jüngsten Gesetzesänderung hier in Deutschland kam ja auch dann schon heraus, dass längere Aufenthalte im Ausland für Männer auch jetzt schon genehmigungspflichtig sind. Im Kriegsfall gibt es dann Ausreisesperren und so weiter und so fort. Auch als männlicher Ukrainer kannst du nicht einfach so ausreisen, genauso wie als wehrpflichtiger Russe.

      Kommst du irgendwann nach dem Krieg wieder zurück, hast du dann direkt schicke Verfahren am Hals. In Deutschland drohen dir in dem Fall 5 Jahre Knast.

          • trollercoaster@sh.itjust.works
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            10 hours ago

            Genau. Die einzige relativ sichere Möglichkeit, da rauszukommen, ist was zu können, das so dringend gebraucht wird, dass sogar die dümmste Regierung die Leute, die das können, nicht einzieht.

            In der Vergangenheit wurde Ersatzdienst im Zivilschutz als verhältnismäßig sicher angesehen. (Wobei “sicher” sich da nur auf die relative Sicherheit bezieht, nicht zum Militärdienst eingezogen zu werden, ungefährlich oder gar entspannt ist das auch nicht, insbesondere mit der zwar hochgradig illegalen, aber inzwischen vielfach etablierten “double tap”-Taktik, nach Luft- oder Raketenangriffen etwas später das gleiche Ziel nochmal anzugreifen, um die Rettungskräfte zu treffen, oder sogar Rettungskräfte gezielt zu beschießen) Aber so, wie die Mächtigen inzwischen auf Bevölkerung und Infrastruktur scheißen, sehe ich die im Ernstfall auch Zivilschutzpersonal ins Militär einziehen.