Seit Januar werden 18-Jährige aufgefordert, per Fragebogen anzugeben, ob sie bereit sind, den freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Für Männer ist die Antwort Pflicht - trotzdem bleiben einem Medienbericht zufolge zahlreiche Rückmeldungen aus.
Das machen doch heute aber schon viele Leute im Ehrenamt. Und mit Ehrenamt, dass man monetär sinnvoll vergütet, könnte man mehr Leute dahin locken denke ich mir.
Die meisten Leute, die das machen, wenigstens die, die ich kenne, wollen gar kein Geld. Im Gegenteil, von denen, die ich kennenlernen durfte, waren tendenziell immer die ärmsten Schweine auch die, die noch ihr letztes Hemd gegeben hätten. Und die Leute, die das nur für die Aufwandsentschädigung machen, kannst Du in der Regel vergessen, denn die haben keinen Bock drauf, sondern wollen nur Kohle, ohne viel dafür zu machen.
Und ich weiß nicht…wenn wir meinen, das wäre nötig, sollten wir vielleicht Wege finden es zu ermöglichen und nicht Leute dazu zwingen.
Meiner Erfahrung nach sind die Leute, die am lautesten nach Solidarität und dergleichen schreien, diejenigen, die sie am wenigsten leben. Die Realität sieht nun mal so aus, dass auch im Zivilschutz mit der Aussetzung der Wehrpflicht massiv Personal weggebrochen ist. Da hab ich direkten Einblick, denn ich hab das damals gemacht. Dass “meine” Katastrophenschutzeinheit immer noch in grob gleicher Personalstärke weiterexistiert, wie zu Zeiten der Wehrpflicht, liegt leider zur Hälfte an so alten Trotteln wie mir, die das für wichtig genug halten, um einfach weiter zu machen. Weil Alle nicht jünger werden, bricht da mittelfristig die Hälfte des Personals weg, weil aktuell einfach nicht genug Junge nachkommen, obwohl da seitdem laut über die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht nachgedacht wird, plötzlich wieder etwas mehr Interesse da ist.
Damals waren wir übrigens auch nur Leute, die eigentlich Bock darauf hatten, denn das war in dem Bereich unüblich, Leute in die Zivilschutzeinheit aufzunehmen, die nicht eh schon in der Organisation waren, um zu vermeiden, dass man da mit großem Aufwand Leute ausbildet, die nach Ende ihres Dienstes, also genau dann wenn sie üblicherweise ausbildungs- und erfahrungsmäßig so weit waren, dass sie für die Organisation richtig wertvoll geworden sind, dann wieder weg waren.
Außerdem hatte die Verpflichtung den ganz großen Vorteil, dass die Leute ihre Tätigkeit nicht gegenüber ihrem Arbeitgeber argumentieren mussten. Ich hab mal erlebt, dass ein Chef versucht hat, das zu argumentieren, das ging dann so aus, dass der 5-stellig Strafe dafür bezahlt hat und seitdem sein Mitarbeiter immer pünktlich auf jeder Übung erschienen ist.
Ich habe Wehrdienst gemacht. Glaube ich wäre der schlechtmöglichste Soldat auf dem Schlachtfeld gewesen 😅. Jemand, der kein Bock hat, schleppt auch schlechter Sandsäcke.
Wenn man eine konkrete Notwendigkeit für etwas sieht, hat man plötzlich Bock auf die komischsten Sachen. Auf Sandsäcke schleppen hat eigentlich niemand Bock. (hab ich auch schon gemacht, 1/5 Sternen, kann ich nicht empfehlen) Wenn man aber sieht, dass das Sandsäcke Schleppen notwendig ist, weil sonst ne ganze Stadt absäuft, dann macht man das halt als einigermaßen mitfühlender Mensch trotzdem, egal ob es mitten in der Nacht, nass, kalt oder schlammig (oder das Alles in einer eher unangenehmen Kombination) ist und man vom Sandsäcke Zubinden Blasen an den Fingern kriegt. Mit ner Menge Gleichgesinnter kann das sogar trotz Allem noch lustig sein.
Aber auch geile Aussage: “Wir können uns 12% der arbeitsfähigen Bevölkerung in sinnvollen Beschäftigungen nicht leisten.”
Das greift zu kurz. Zu 99% der Zeit (wenn gerade nix passiert) braucht man die Leute einfach nicht, aber wenn man sie dann braucht (wenn was passiert), braucht man sie sofort. Und dass die nebenher normalen Berufen nachgehen, ist ein Vorteil, kein Nachteil, denn dadurch haben die aktuelle Erfahrung in sehr vielen Berufsfeldern, die im Einsatz oft sehr sinnvoll einzusetzen sind.
Die meisten Leute, die das machen, wenigstens die, die ich kenne, wollen gar kein Geld. Im Gegenteil, von denen, die ich kennenlernen durfte, waren tendenziell immer die ärmsten Schweine auch die, die noch ihr letztes Hemd gegeben hätten. Und die Leute, die das nur für die Aufwandsentschädigung machen, kannst Du in der Regel vergessen, denn die haben keinen Bock drauf, sondern wollen nur Kohle, ohne viel dafür zu machen.
Meiner Erfahrung nach sind die Leute, die am lautesten nach Solidarität und dergleichen schreien, diejenigen, die sie am wenigsten leben. Die Realität sieht nun mal so aus, dass auch im Zivilschutz mit der Aussetzung der Wehrpflicht massiv Personal weggebrochen ist. Da hab ich direkten Einblick, denn ich hab das damals gemacht. Dass “meine” Katastrophenschutzeinheit immer noch in grob gleicher Personalstärke weiterexistiert, wie zu Zeiten der Wehrpflicht, liegt leider zur Hälfte an so alten Trotteln wie mir, die das für wichtig genug halten, um einfach weiter zu machen. Weil Alle nicht jünger werden, bricht da mittelfristig die Hälfte des Personals weg, weil aktuell einfach nicht genug Junge nachkommen, obwohl da seitdem laut über die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht nachgedacht wird, plötzlich wieder etwas mehr Interesse da ist.
Damals waren wir übrigens auch nur Leute, die eigentlich Bock darauf hatten, denn das war in dem Bereich unüblich, Leute in die Zivilschutzeinheit aufzunehmen, die nicht eh schon in der Organisation waren, um zu vermeiden, dass man da mit großem Aufwand Leute ausbildet, die nach Ende ihres Dienstes, also genau dann wenn sie üblicherweise ausbildungs- und erfahrungsmäßig so weit waren, dass sie für die Organisation richtig wertvoll geworden sind, dann wieder weg waren.
Außerdem hatte die Verpflichtung den ganz großen Vorteil, dass die Leute ihre Tätigkeit nicht gegenüber ihrem Arbeitgeber argumentieren mussten. Ich hab mal erlebt, dass ein Chef versucht hat, das zu argumentieren, das ging dann so aus, dass der 5-stellig Strafe dafür bezahlt hat und seitdem sein Mitarbeiter immer pünktlich auf jeder Übung erschienen ist.
Wenn man eine konkrete Notwendigkeit für etwas sieht, hat man plötzlich Bock auf die komischsten Sachen. Auf Sandsäcke schleppen hat eigentlich niemand Bock. (hab ich auch schon gemacht, 1/5 Sternen, kann ich nicht empfehlen) Wenn man aber sieht, dass das Sandsäcke Schleppen notwendig ist, weil sonst ne ganze Stadt absäuft, dann macht man das halt als einigermaßen mitfühlender Mensch trotzdem, egal ob es mitten in der Nacht, nass, kalt oder schlammig (oder das Alles in einer eher unangenehmen Kombination) ist und man vom Sandsäcke Zubinden Blasen an den Fingern kriegt. Mit ner Menge Gleichgesinnter kann das sogar trotz Allem noch lustig sein.
Das greift zu kurz. Zu 99% der Zeit (wenn gerade nix passiert) braucht man die Leute einfach nicht, aber wenn man sie dann braucht (wenn was passiert), braucht man sie sofort. Und dass die nebenher normalen Berufen nachgehen, ist ein Vorteil, kein Nachteil, denn dadurch haben die aktuelle Erfahrung in sehr vielen Berufsfeldern, die im Einsatz oft sehr sinnvoll einzusetzen sind.