Die Inflation in dem Zeitraum liegt bei 24,8% . Die Schlagzeile sollte sein: “Löhne steigen langsamer als Verbraucherpreise - Deutsche Arbeitnehmer werden immer ärmer.”
Im Vergleich zu 2020 stimmt das, aber zum Vorjahr wuchsen die Löhne um 3,6% und die Inflation war 2,4%.
Der Artikel beginnt mit
Seit 2020 haben sich Arbeitsstunden um ein Fünftel verteuert.
und darum habe ich diesen Vergleichszeitraum gewählt.
Das einzelne Jahr sagt doch überhaupt nichts aus, wenn wir uns heute grade mal wieder dem Reallohnniveau von 2019 annähern.
Das einzelne Jahr sagt doch überhaupt nichts aus, wenn wir uns heute grade mal wieder dem Reallohnniveau von 2019 annähern.
Doch das tut es, denn es zeigt halt dass der Trend in die richtige Richtung geht. Das ist praktisch die Coronakrise und dann die Energiekrise, welche die Inflation gesteigert haben. Die sind mittlerweile gelöst und es gibt seit 2023 jedes Jahr Reallohnwachstum.
Die Analyse müsste aber dann doch lauten: Reallöhne steigen wieder, hinken aber langfristig immer noch der notwendigen Steigerung hinterher.
Es ist allgemein etwas begrenzend, nur einzelne Zahlen herauszupicken. Ein Diagramm über einen längeren Zeitraum ist viel aussagkräftiger.
Das ist tatsächlich weniger als ich gedacht hätte.
Kann ich mir auch kaum vorstellen, inkl. aller Verwaltungskosten, Büroräume usw. ?
Medianbrutto von ca. ~54.000 € macht ~64.100€ Arbeitgeberbrutto. Das sind bei 40h Woche etwa 36€ pro Stunde. Bleiben etwa 16.000 € pro Angestellte für Arbeitsmittel etc. Eigentlich noch mehr, hatte jetzt den Urlaub rausgerechnet, aber ist ja eigentlich “bezahlter Urlaub”. Plus “bereits abgegoltene Überstunden” sind da in der Rechnung gar nicht drin.
Kommt schon hin.




