• excral@feddit.org
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    10 hours ago

    Die Eltern, die davon am härtesten getroffen werden, werden in der Regel auch die sein, die einfach nicht die Zeit haben sich da rein zu knien und zu engagieren. Ist ja allgemein ein Problem, dass Eltern nur eine sehr schwache Lobby haben, da sie nicht wie Rentner z.B. den ganzen Tag Zeit für wütende Briefe und Telefonate haben

    • Sockenklaus@sh.itjust.works
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      8 hours ago

      Ich finde alle drei Statements in diesem Thread mega stabil. Hinzu kommt, dass die Kitas (ähnlich wie bei Pflegekräften u.ä.) kaum in der Lage sind, selber politischen Druck aufzubauen, weil sie dafür ihre Klientel schädigen müssten:

      In unserer Kita erlebe ich immer wieder, dass bei Personalengpässen einzelne Eltern gebeten werden, ihre Kinder freiwillig zu Hause zu betreuen. Die Kita-Leitung argumentiert, dass sie so die verbliebenen Kinder angemessen betreuen können, anstatt zu viele Kinder nur aufzubewahren. Aus pädagogischer Sicht kann ich das nachvollziehen, aber dieses Verhalten wirkt auch derbe systemstabiliserend, denn so signalisiert das System Kita, dass es dank engagierter Eltern irgendwie alleine durch Engpässe kommt, also gibt es ja gar keine Notwendigkeit, das zugrundeliegende Problem “Die Personaldecke ist so dünn, dass Kinder bei jeder zweiten Erkältungswelle zu Hause bleiben müssen, weil fünf Erzieher:innen krank sind”…

      Wenn man was ändern wollte, müsste man die Kitas eigentlich konsequent schließen, wenn der Normalbetrieb nicht gewährleistet werden kann und all die wütenden Eltern zur Kommune schicken…