2,5 Jahre keine Auswertung bei Verdacht auf Kinderpornografie: Das LG Köln kippte die Sicherstellung mehrere Geräte. Überlastung sei kein Freifahrtschein für dauerhafte Grundrechtseingriffe.
Leider werden Hausdurchsuchungen mittlerweile schon wegen viel weniger (z.B. Anfangsverdacht auf Beleidigung) verteilt, daher kann man dieses 1x1 vom CCC nur empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=DweeWfW1cLg



Du vermischt da aber ganz wild Dinge…
Die Kapazitäten für Hausdurchsuchungen für Bagatellen sind vorhanden. Die Kapazitäten für ganze Einheiten zur Verfolgung imaginärer Linker auch. Kapazitäten um Naziaufmärsche vor den bösen Bürgern zu schützen? Klar, auch das.
Also dann so zu tun, als könnten sie wegen Ressourcenmangel nicht, ist doch etwas kurzsichtig.
Und dazu kommt noch, dass man vorraussetzen müsste, dass Geräte und Festplatten tatsächlich zur Auswertung eingezogen werden, und nicht nur aus reiner Schikane, weil man so dank der Abhängigkeit von den Geräten im täglichen Leben de facto Strafen ohne Gerichtsurteil verhängen kann.
Wenn, wie im vorliegenden Fall, unverschlüsselte Daten vorliegen, die bereits gesichert wurden, ist es aber schwer zu glauben, dass das Zurückhalten der Geräte einem anderen Zweck gedient hat.
Zum Festplatte mitnehmen brauchste halt auch nur jemanden, der in der Lage ist, eine Tür einzutreten und kognitiv imstande ist eine Festplatte von einem Fön zu unterscheiden. Wenn die dann gerade keine Türen eintreten und Festplatten mitnehmen können die natürlich zum Auslauf ein paar linke Zecken vermöbeln.
Zum Auswerten brauchste halt, je nachdem wie ernst man es nimmt, ein bisschen mehr Skills. Ist ja klar, dass dann der Bottleneck beim Auswerten entsteht, wenn man genug Türeintreter ungezügelt losrennen lässt.