Kristina Stoeckl von der LUISS Guido Carli Universität in Rom verweist darauf, dass Homeschooling eigentlich nur für sehr wenige Menschen attraktiv sei. Trotzdem lohne sich die Forderung nach eine Bildungspflicht für die AfD, so die Professorin für Soziologie. “Das Thema Homeschooling wird aufgegriffen, um ein rechtes ‘Agenda Setting’ zu betreiben und wichtige Punkte der Agenda immer wieder zu betonen - vor allem die Kritik am deutschen Staat als einem vermeintlich totalitären.”
Die AfD will das Ende der Schulpflicht, denn dumme Menschen wählen rechts.
Diesen Vorschlag darf man nicht durchgehen lassen, schon allein weil man es damit rechten Spinnern erlaubt, ihr alternatives Weltbild mit “alternativen Fakten” ohne Widerworte zu verbreiten. Was passiert, wenn ein signifikanter Teil der Bevölkerung in eine Wünsch-Dir-Was Realität abdriften, kann man vorzüglich in den USA beobachten. Für solide 30% der Amerikaner gilt: Was Trump sagt ist die Wahrheit und wer ihm widerspricht, lügt.
Tja… wo könnte wohl der Zusammenhang zwischen “Wenn es Deutschland schlecht geht, geht es der AfD gut”, “Dumme Menschen sind leichter von rechten Propagandisten zu beeinflussen” und den Plänen der AfD zur Schädigung des Landes und der Verdummung der Menschen bestehen? Das klingt so spannend, da sollte vielleicht mal jemand nachforschen…
Es ist glaube ich viel trivialer: würde die AfD irgendwo in politischer Verantwortung sein, müsste sie sich natürlich an irgendwas, hier Verbesserungen des Schulwesens, messen lassen. Da ist es natürlich leichter, das ganze aus der öffentlichen Hand zu geben. Dann ist das Scheitern der Kids wieder Privatsache.
Zu glauben der AfD ginge es hier nicht darum mehr Einfluss der Rechten Szene auf Kinder zu ermöglichen ist naiv. Das passt perfekt in die Strategie der Mosaik-Rechten, sich da gegenseitig die Handlungsspielräume zu erweitern




