Ich finde den Ansatz durchaus interessant, aber zumindest in der Bundesrepublik scheint die Dezentralisierung gescheitert.
Was mich interessiert: Wieso wird hier eine Blockchain genommen? Auch das ist ja eigentlich der perfekte Anwendungsfall für eine ganz normale Datenbank. Blockchains machen ja einen gewissen Sinn in Bereichen, wo die Teilnehmer sich gegenseitig misstrauen oder sich nicht kennen - aber wenn staatliche Behörden Daten austauschen?
Funktional macht das natürlich keinen Sinn, aber politisch zu dem Zeitpunkt schon schon: Zu dem Zeitpunkt war Blockchain hoch im Kurs, also wurden Förderprojekte mit Blockchain-Bezug für die nächsten Jahre ausgeschrieben, weil man sich als Ministerium in der Öffentlichkeit modern und fortschrittlich präsentieren möchte. Diese Relikte wirken langfristig nach und führen heute zu Verwirrung (und verm. zu entsprechendem Overhead in der Implementierung). Genauso wird es mit den öffentlichen KI-Projekten laufen, die momentan angestoßen werden, wenn die Blase platzt.
Ich kann es im internationalen Bereich verstehen: Niemand will die Souveränität über Migration abgeben und alle müssen doch zusammenarbeiten. So hat am Ende jede Seite ihre eigene Datenbank, die sich mit den anderen abgleicht.




