cross-posted from: https://sh.itjust.works/post/63332619

Sicher, jeder hat eine Meinung dazu, ich suche aber statistische Details warum Friedrich so unbeliebt ist, was sagen die Befragten?

  • nicerdicer@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    10
    ·
    2 days ago

    Zwar habe ich keine Statistiken zur Hand, aber ich habe diesen Artikel aus dem Sommer diesen Jahres gefunden, der auf die wesentlichen Unterschiede zwischen Merz und Merkel eingeht.

    Zwar hat Merkel auch Politik überwiegend für die Reichen gemacht, aber für die Mittelschicht hat sich insebesondere in der Sozailpolitik kaum etwas im Wesentlichen geändert - somit auch nicht zum Schlechten. Wenn keine Veränderung, bzw. eine weitere Verschlechterung stattfindet, dann kann man sich ganz gut mit dieser “Stabilität” arrangieren. Deswegen wurde Merkel drei Mal nach ihrer ersten Legislatur wiedergewählt.

    Dann wurde die CDU doch noch nach 16 Jahren abgewählt und Rot-Grün mit Scholz und Habeck sind in die Regierung gewählt worden. Viele Leute sind dann der Bildzeitungskampagne um den Heizungshammer aufgesessen, die prophezeit hat, dass Habeck jede einzelne Gas- und Ölheizung aus den Kellern der Leute herausreissen würde. Auf einmal war die Mittelschicht neben diesem Thema selbst von Änderungen in der Politik betroffen, da dieser - trotz Fördermöglichkeiten - das Geld fehlt, um diese Änderungen durchzuführen. Danach ist die Ampel-Koalition zerbrochen und die CDU ist mit Merz als Kanzler gewählt worden, weil die Leute keine Veränderungen mögen. Die Stabilität aus der Merkel-Ära ist verschwunden, und man will wieder, dass alles so wird, wie es vorher war. Lieber will man Stagnation anstelle von (weiterer) Verschlechterung.

    Stattdessen aber verschlechtert sich die Lage unter der Führung von Merz, auch bedingt durch die immer aufeinander folgenden Kirsen, wie. z.B. im Iran mit dem Resultat, dass Kraftstoffe nun sehr viel teurer geworden sind als zu Merkels Zeiten. Auch wird der Sozialstaat immer weiter beschnitten, und Bürokratie wird nur für die Reichen abgebaut. Gleichzeitig wird sich an die AfD angebiedert, in der Hoffnung, die Wähler wieder zurückzugewinnen.

    Hinzu kommt, dass Merz vom Typ her einfach nicht die Soft-Skills hat, die Merkel hatte. Wer das Land wie ein Unternehmen führt und das Volk als ineffizienten Kostenfakor (zu teuer, daher mehr arbeiten fürs gleiche Geld) betrachtet, wird kaum auf Verständnis der Wähler hoffen können.