Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bekräftigt dort ein stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender entgegen dem Willen der Landesparteispitze, dass er eine Koalition mit der AfD für eine mögliche Option hält. „Wir müssen offen sein und den Koalitionspartner suchen, der möglich und am besten für uns ist. Das kann natürlich auch die AfD sein, wenn das der Wähler will“, sagte Sascha Ott, Vize im Kreisvorstand der CDU Vorpommern-Greifswald, der Ostsee-Zeitung.



Das ist irgendein Dulli auf Kommunalebene, der im Endeffekt nichts bei den großen Jungs zu sagen hat. Das macht mir jetzt ehrlich gesagt relativ wenig Sorgen. Wenn ich jedes mal flippen würde, wenn irgendein unwichtiger Nebendarsteller in der CDU/CSU irgendeinen dummen Scheiß reden würde, hätte ich nicht viel Freizeit.
Isso. An der Anbiederung gerade der Ost-CDU an Rechtsaußen gibt’s wenig zu beschönigen - jetzt aber einen stellvertretenden Kreisvorsitzenden und eine Schatzmeisterin ins Rampenlicht zu zerren, ist billig und unredlich.
Als die Grüne Jugend gegen den neoliberalen Habeck aufbegehrte, hat danach auch kein Hahn gekräht, bis sich die GJ hinterher selbst zerlegt hat. Genauso wenig wird der Aufschrei in irgendeiner Greifswalder Eckkneipe ausschlaggebend dafür sein, wenn Merz abtritt.