Es sind schwere Vorwürfe, die Reinigungskräfte bei Report Mainz erheben. Sie schildern, in Sanifair-Toilettenanlagen täglich zwölf Stunden arbeiten zu müssen. Sieben Tage die Woche. Dafür erhielten sie einen Stundenlohn von rund fünf Euro.
Es sind schwere Vorwürfe, die Reinigungskräfte bei Report Mainz erheben. Sie schildern, in Sanifair-Toilettenanlagen täglich zwölf Stunden arbeiten zu müssen. Sieben Tage die Woche. Dafür erhielten sie einen Stundenlohn von rund fünf Euro.
Ich bin vor ein paar Jahren mit einer ähnliche Ausbeutungs-Geschichte in Kontakt gewesen.
Eine syrische Familie war auf die kleine Dachgeschoss-Wohnung über einer Pizzeria angewiesen, da sonst nix zu finden war.
Die Besitzerin nutzte dieses Abhängigkeitsverhältnis schamlos aus und ließ den Mann (einen gelernten Koch) jeden Tag 12h+ in der Küche schuften.
Diese Geschichte hatte aber zumindest ein Happy-End.
Die Kinder der Familie waren in unserem Kindergarten, einer Eltern-Initiative.
Und als die Geschichte dort langsam rauskam, haben die anderen Eltern Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um das zu ändern.
Die Familie kam übergangsweise für ein paar Monate als Zwischennnutzer in eine renovierte Wohnung eines Bekannten eines Elternpaares, während der Mann plötzlich einen ganzen Stab an erfahrenen Leuten an der Seite hatte, um sich nach einem anständigen Job umschauen zu können (und genauso wichtig: auf Augenhöhe mit den Behörden korrespondieren zu können).
Dass so ein bekanntes und großes Unternehmen wie Sanifair (das sich sogar anmaßt das “fair” im Namen zu tragen), ähnliche menschenverachtende Schweinereien abziehen kann, macht mich grade fassungslos.