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    9 hours ago

    Wiederholt alle mit mir:

    Renten sind ein Verteilungsproblem, nicht zwischen alt und jung, sondern zwischen reich und arm

    Dieser Artikel greift das falsche Narrativ der Merz-Regierung auf, in dem wir jetzt irgendwie alle mehr arbeiten müssen weil ein paar mehr Leute in Rente gehen.

    Ein paar Fakten:

    • Es wird mehr in Deutschland gearbeitet wie noch nie zuvor
    • Arbeit in Deutschland ist so produktiv wie noch nie zuvor

    Letzteres ist besonders wichtig. In anderen Worten, der Kuchen den wir als Gesellschaft backen, ist deutlich größer als in der Vergangenheit, und selbst mit weniger Leuten könnten wir ihn größer backen als in der Vergangenheit.

    Das Umlagesystem ist aber ein geschickter Trick. Dadurch dass die Renten von den Löhnen bezahlt werden, die in den letzten Jahrzehnten kaum gestiegen sind, kann man die Arbeiterklasse gegen sich selbst ausdribbeln und sie für ihre eigene Verarmung verantwortlich machen, auch wenn sie es nicht ist. Dass die Einkommen aus Kapitalerträgen in der gleichen Zeit durch die Decke gegangen sind, wird nämlich irgendwie vergessen absichtlich weggelassen.

    Wir könnten für die Rente ab 60 kämpfen, oder die 35 Stunden Woche, oder beides, und genau deswegen will man uns hier mit der alt gegen jung Debatte ablenken.

    Jede Zeitung, die dieses Narrativ unkritisch aufgreift, ist Teil des Problems und macht Propaganda für die Reichen.