Wiederholt alle mit mir:
Renten sind ein Verteilungsproblem, nicht zwischen alt und jung, sondern zwischen reich und arm
Dieser Artikel greift das falsche Narrativ der Merz-Regierung auf, in dem wir jetzt irgendwie alle mehr arbeiten müssen weil ein paar mehr Leute in Rente gehen.
Ein paar Fakten:
- Es wird mehr in Deutschland gearbeitet wie noch nie zuvor
- Arbeit in Deutschland ist so produktiv wie noch nie zuvor
Letzteres ist besonders wichtig. In anderen Worten, der Kuchen den wir als Gesellschaft backen, ist deutlich größer als in der Vergangenheit, und selbst mit weniger Leuten könnten wir ihn größer backen als in der Vergangenheit.
Das Umlagesystem ist aber ein geschickter Trick. Dadurch dass die Renten von den Löhnen bezahlt werden, die in den letzten Jahrzehnten kaum gestiegen sind, kann man die Arbeiterklasse gegen sich selbst ausdribbeln und sie für ihre eigene Verarmung verantwortlich machen, auch wenn sie es nicht ist. Dass die Einkommen aus Kapitalerträgen in der gleichen Zeit durch die Decke gegangen sind, wird nämlich irgendwie
vergessenabsichtlich weggelassen.Wir könnten für die Rente ab 60 kämpfen, oder die 35 Stunden Woche, oder beides, und genau deswegen will man uns hier mit der alt gegen jung Debatte ablenken.
Jede Zeitung, die dieses Narrativ unkritisch aufgreift, ist Teil des Problems und macht Propaganda für die Reichen.
Wer gescheite Zeitungen lesen will, ich empfehle nd-aktuell für allgemeine news, und für wirtschaftliche Themen das Surplus-magazin, z.B.:
Rente: Umverteilung von reich zu arm, statt zwischen jung und alt
Ich habe eine idee. Rente mit 90. Das was über bleibt überweisen wir direkt an Friedrich Merz.
Eigentlich müsste doch niemand mehr überhaupt arbeiten mit all den technischen Neuerungen? In den 50ern war die Frau von Anfang an zu hause. Jetzt müssen beide bis 70 arbeiten? Was ist passiert?
✨ Kapitalismus ✨
Frauen, die von anfang an zuhause bleiben, kriegen aber auch kaum Rente und sind ziemlich gekniffen, wenn der Ehemann vor ihnen stirbt (was statistisch gesehen häufiger passiert als andersrum).
Natürlich ist die beliebt. In vielen Berufen macht es auch keinen Sinn mehr nach 60+ zu arbeiten.
Die wird aber unabhängig vom Beruf beliebt sein. Als wenn jemand sagt: „Hab ja nicht auf‘m Bau gearbeitet. Ich arbeite für die Gesellschaft natürlich bis 67 weiter.“
Schon klar, ich meinte damit auch nur, dass es wenig Sinn macht, die Leute mit 60+ auf dem Bau arbeiten zu lassen… Im Büro geht das eher…





