In Deutschland entsteht zu wenig neuer Wohnraum. Der neue “Gebäudetyp E” soll helfen. Das E steht für “einfach” und “experimentell”. Ein Gesetzentwurf ist in Arbeit. Wie könnte dieser neue Wohnraum aussehen?

  • Asinus@feddit.orgOP
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    22 hours ago

    Kenne das aus meinem Berufsalltag. Z.B.:

    • Vielfach werden Bauteile wie Decken und Wände allein aus Schallschutzgründen deutlich dicker und schwerer ausgeführt, als das noch vor 10 oder gar 20 Jahren der Fall war.–
    • Mittlerweile werden selbst nichtunterkellerte Bauwerke häufig mit einer dicken, “wasserundurchlässigen” Bodenplatte ausgeführt, weil man Angst vor aufsteigendem Sickerwasser hat - selbst während direkt daneben alte Mauerwerkskeller trockenliegen
    • Selbst für einfache Bauten wird ein großes Maß an technischer Gebäudeausrüstung vorgesehen.
    • Architektonische Entwürfe sind häufig nicht darauf ausgelegt, günstig herstellbar zu sein. So einfache Dinge wie “tragende Wände in verschiedenen Geschossen stehen direkt übereinander” werden oft nicht mehr mitgedacht.

    Das alles, weil “Stand der Technik” häufig indirekt geschuldet ist, auch wenn formell nicht vorgeschrieben wäre, diesen einzuhalten. Aber es wird ein Jahr für Jahr höherer Gebäudestandard erwartet. Während es früher vllt normal war, wenn die Gläser im Schrank klirrten, wenn ein LKW vorbeifuhr, darf man diesen heute bei geschlossenem Fenster am Besten gar nicht mehr wahrnehmen…

    Als etwas mehr Hintergrund kann ich auch dieses Video von 2024 empfehlen: Vom Bürokratiewahnsinn im Wohnungsbau. Viele DIN Normen - Teure Wohnungen? | SWR Doku . Dort wird auch darauf eingegangen, wie die Normen entstehen und wer darauf Einfluss nimmt (Spoiler: Firmen, die ihre Produkte verkaufen wollen).