In Deutschland entsteht zu wenig neuer Wohnraum. Der neue “Gebäudetyp E” soll helfen. Das E steht für “einfach” und “experimentell”. Ein Gesetzentwurf ist in Arbeit. Wie könnte dieser neue Wohnraum aussehen?
Plattenbau sah besser aus
Die Optik ist eigentlich irrelevant, das sind nur Beispielbilder. Wenn man wollte könnte man einen Plattenbau (annähernd?) wie früher als Gebäudetyp E neu bauen.
Oder eine schöne Villa, bei der man weniger für den Schallschutz zwischen Einzelwohnungen tut, als Normen vorschreiben würden.
Vlt. einfach Tinyhouses einfacher und unbürokratischer machen. Die Dinger sind in DE fast unmöglich, irgendwo durchzubekommen. Wollte mir kurz vor Corona son Ding hinstellen, 42m², 95.000€. Hätte alles gepasst, aber hab kaum eine Baugenehmigung dafür erhalten, und die Gemeinden haben sich auch alle queergestellt, weil “wie sieht das denn aus” ja ist mir doch scheißegal wie das für euch aussieht, ich will ein Dach überm Kopf du Hurensohn.
Habs letztendlich aufgegeben und bin nach Österreich ausgewandert lmao, hab hier ne 45m² Hütte auf zwei Stockwerken mitten im Wald, aber mit fucking Glasfaser.
Das mag für Einzelne sinnvoll sein, DIE Lösung für viel bezahlbaren Wohnraum ist es aber mMn nicht, weil relativ hohe Erschließungskosten einer geringen Wohnraumdichte entgegenstehen. Ähnlich wie bei klassischen Einfamilienhäusern.
Das wäre also ein davon unabhängiges - aber durchaus berechtigtes - Thema. Wer ein kleines EFH haben möchte, sollte durchaus die Möglichkeit dazu kriegen.
Habe selbst schon so eine Tinyhaus-Siedlung gesehen. Das waren dann am Ende größtenteils doch “Microhäuser”, also nicht ganz so klein, wie man sich das denkt. Das wurde im Laufe der Planung durch den Stadtrat “abgeschwächt”Fühl ich… würde mir sofort ein Tinyhaus irgendwo hinstellen. Gibt genug Leute, die nicht mehr brauchen. Dann würde ich lieber meine Miete in so ein Ding investieren.
Wie Peter Lustig
Bis auf die Wärme-/Kälteisolierung fände ich das sogar ziemlich cool :-)
Klar, die alten Folgen mit ihm gibts beim ZDF: https://www.zdf.de/magazine/loewenzahn-mit-peter-lustig-104 auch die Folge ist dabei, in der er den Wagen einrichtet
Kenne das aus meinem Berufsalltag. Z.B.:
- Vielfach werden Bauteile wie Decken und Wände allein aus Schallschutzgründen deutlich dicker und schwerer ausgeführt, als das noch vor 10 oder gar 20 Jahren der Fall war.–
- Mittlerweile werden selbst nichtunterkellerte Bauwerke häufig mit einer dicken, “wasserundurchlässigen” Bodenplatte ausgeführt, weil man Angst vor aufsteigendem Sickerwasser hat - selbst während direkt daneben alte Mauerwerkskeller trockenliegen
- Selbst für einfache Bauten wird ein großes Maß an technischer Gebäudeausrüstung vorgesehen.
- Architektonische Entwürfe sind häufig nicht darauf ausgelegt, günstig herstellbar zu sein. So einfache Dinge wie “tragende Wände in verschiedenen Geschossen stehen direkt übereinander” werden oft nicht mehr mitgedacht.
Das alles, weil “Stand der Technik” häufig indirekt geschuldet ist, auch wenn formell nicht vorgeschrieben wäre, diesen einzuhalten. Aber es wird ein Jahr für Jahr höherer Gebäudestandard erwartet. Während es früher vllt normal war, wenn die Gläser im Schrank klirrten, wenn ein LKW vorbeifuhr, darf man diesen heute bei geschlossenem Fenster am Besten gar nicht mehr wahrnehmen…
Als etwas mehr Hintergrund kann ich auch dieses Video von 2024 empfehlen: Vom Bürokratiewahnsinn im Wohnungsbau. Viele DIN Normen - Teure Wohnungen? | SWR Doku . Dort wird auch darauf eingegangen, wie die Normen entstehen und wer darauf Einfluss nimmt (Spoiler: Firmen, die ihre Produkte verkaufen wollen).
Brutalismus für’s Volk!
Also ich mag den Stil ja eigentlich… wenn’s dann noch günstige Mieten sind, immer her damit!
Klingt, ausnahmsweise für diese Regierung, nach einem sinnvollen Vorschlag.
Ist kein Vorschlag der aktuellen Regierung Ü
Aber die haben das immerhin übernommen
Gut zu wissen. Das passt dann besser in mein Weltbild.





