Geschliffen formulierte Rezension eines Buches, das ich nicht lesen will. Herr Prof. Dr. Thomas Fischer, ehemaliger Richter am BGH, kann selbst anstrengend sein, aber seine Eloquenz in dieser Angelegenheit hat mich sehr erheitert.
Das beste wäre, hätte F. keinen wirtschaftlichen Erfolg und erhielte keine Aufmerksamkeit, die sein Ego streichelt und ihn weiter machen lässt.
Es gibt Menschen, die seine Erzeugnisse konsumieren, weil er ihre Meinung bestätigt. Und dann gibts Leute, die sich an ihm abarbeiten und ihm so Aufmerksamkeit generieren, weil sie sich durch sein Tun provoziert fühlen und ihm widersprechen wollen.
Von beiden Gruppen profitiert F. Es gibt ihm die Bestätigung und Aufmerksamkeit, die er braucht. Und darauf gründet sich sein Geschäftsmodell. Er hat keine Überzeugung, nur Opportunismus treibt ihn. Er ist nur bekannt, weil wir auf ihn reagieren.
Ich sage nicht, die Menschen sollen ihn ignorieren. Sondern ich stelle die Vermutung auf, dass es die öffentliche Aufmerksamkeit ist, die ihn treibt und erfolgreich macht. Am Ende sind die Reaktionen auf F.s Erzeugnisse nur ein Lackmustest für unsere Gesellschaft. Den Status quo zu kennen, ist ja auch hilfreich.


