Bundesweit am häufigsten werden Züge, Bahnhöfe und andere Anlagen in Berlin besprüht. 1.983 Graffiti-Delikte allein zwischen Januar und Oktober 2025 hat die Bundespolizei in der Hauptstadt registriert, Tendenz steigend. Zum Vergleich: in München und Hamburg waren es im gleichen Zeitraum 872 beziehungsweise 515. Die Zahlen beziehen sich laut Bundespolizei auf alle Bahnunternehmen. Die Täter bleiben zumeist unerkannt.



Korrekt, weil wir uns da als Gesellschaft geeinigt haben, das es größtenteils eine private Sache ist, die andere nicht übermäßig stört. Was beim Graffiti eben genau das Gegenteil ist. Das es gerade nicht privat ist, ist ja der ganze Witz an der Sache.
Allerdings lässt sich da halt auch ein Konsens finden. Wenn Hausbesitzende ihre Wände freigeben, ist das doch auch OK. Man kann halt anstelle der Bahn zum Beispiel Züge oder Wagen zum besprühen freigeben. Wo entstünde dann der Schaden.
Natürlich, und diese Möglichkeit besteht jetzt schon.
Das sie größtenteils nicht wahr genommen wird, zeigt dir hoffentlich das der Großteil das nicht so toll findet.
Das ist ja das Lustige daran. Es gibt kein Gesetz gegen Graffiti als Kunstform.
Aber Tags und ähnliches sieht der Großteil der Bevölkerung eben nicht als Kunst sondern als Vandalismus an. Und damit ist deine Forderung schon jetzt erfüllt und es interessiert die Sprayer eben einen Scheißdreck, solange sie ihren eigenen Namen irgendwo ranspritzen können und dann drauf sich einen runter holen können wie alle anderen ihn sehen müssen. Nicht sehr consensual, oder?
Ja, okay. Man kann auch einfach das, was sinst noch gesagt wurde, ignorieren und sich auf einzelne Details einschießen. Bringt dann in der Diskussion auch nichts, aber okay.
Um das nochmal in aller Deutlichkeit zu formulieren:
Eine Motivation von Sprayer*innen ist die Sichtbarkeit des Werks. Züge fahren durch die Gegend, an öffentlichen Flächen laufen Menschen vorbei, das Werk wird gesehen. Irgendeine Holzplatze im Garten zu besprühen hat nicht die gleiche Wirkung.
Dieser Motivation kann man begegnen, indem man bestimmte öffentliche Flächen und einzelne Züge zum Besprühen freigibt.
Das ist absolut nicht das gleiche wie Mord und Totschlag zu legalisieren, weil ja auch trotz Verbot Menschen andere Memschen töten.