Bundesweit am häufigsten werden Züge, Bahnhöfe und andere Anlagen in Berlin besprüht. 1.983 Graffiti-Delikte allein zwischen Januar und Oktober 2025 hat die Bundespolizei in der Hauptstadt registriert, Tendenz steigend. Zum Vergleich: in München und Hamburg waren es im gleichen Zeitraum 872 beziehungsweise 515. Die Zahlen beziehen sich laut Bundespolizei auf alle Bahnunternehmen. Die Täter bleiben zumeist unerkannt.

  • Quacksalber@sh.itjust.worksOP
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    13 hours ago

    Hier ist eine Idee, warum nicht Graffiti-Wände aufstellen? Einfach ein paar Pressspanplatten an “Brennpunkten” aufstellen, die monatlich austauschen und vielleicht noch eine kleine Siegerehrung für die schönsten Motive diesen Monat. Die alten Wände kann man dann Museen anbieten oder so. Dann hat man legale Flächen für die Sprühheinis und denen, die danach noch immer öffentliche Anlagen versauen kannst du dafür umso mehr und um so fester in die Fresse hauen. Natürlich nur sprichwörtlich.

    • brainwashed@feddit.org
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      13 hours ago

      warum nicht Graffiti-Wände aufstellen

      Weils die Sprüh-Jungs nicht kickt. Da gehört das Verbot doch mit zum Erlebnis.

    • Augustiner@lemmy.world
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      13 hours ago

      Das ist ein nettes Angebot, missversteht aber grundsätzlich die Motivation hinter dem besprayen von Zügen.

      Ziel ist, dass der Wagen das eigene Motiv durch die ganze Stadt verbreitet. Teil des Reizes ist auch dass man erwischt werden könnte. Wenn man seinen Namen auf nem kompletten Zug hat, sehen alle (die Teil der Community sind) wie krass man ist.

      Außerdem ist eine wichtige Komponente des Graffiti für viele der Vandalismus. Es ist ein Form des künstlerischen Wiederstands gegen das System, Getrifizierung und die bürgerliche Ordnung. Ein Fuck You an alle, die denken, dass Graffiti nur Geschmiere oder Sachbeschädigung ist. Wenn sich also jemand darüber aufregt erzielt der Künstler damit die gewünschte Wirkung. Deshalb werden solche Leute nie mit legalen Wänden zufrieden zu stellen sein. Wer auf legalen Wänden sprayt macht kein Graffiti, sondern Streetart.

      Bin selbst nicht mit der Dose aktiv und teile auch nicht alle diese Ansichten aber freue mich immer wenn ich irgendwo ein schönes Piece rumfahren sehe. Das macht den Alltag weniger grau.

    • bleistift2@sopuli.xyz
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      13 hours ago

      Wenn es nur darum ginge, seine Kunst irgendwo hinzusprühen, würden sich die Sprayer wahrscheinlich nicht in die Gefahr der Gleisanlagen begeben, sondern sich Einfamilienhäuser suchen. Ich denke, dass es Bahnen sind, die ihre Werke dann auch noch verbreiten, ist ein großer Teil des Reizes.

      An dieser Stelle will ich mal die Sprayer in Koblenz loben, die zwar einen Güterwagen komplett neu lackiert haben, aber die technischen Infos am unteren Rand frei gelassen haben.

    • GregorGizeh@lemmy.zip
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      13 hours ago

      Der Hauptgrund Züge zu sprühen ist dass der Zug dann mit deinem Werk durch die Gegend fährt.

      Die Idee ist aber gut, würde vermutlich gut funktionieren wenn die Austausch-Wände quasi außen am Zug wären. Ist also nicht so ganz praktikabel auf die schnelle, aber vielleicht kann man ja ein wagon-modell entwickeln welches austauschbare Fassaden hat.