Die Grünen stehen mit ihren Befindlichkeiten in der Energiepolitik für einen internationalen Sonderweg. Für energieintensive Industrien ist diese Politik existenziell, und sie reagieren bereits.

  • Fusselwurm@feddit.org
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    20
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    1 year ago

    Studien zeigen, dass ein ideales Stromsystem auf die Kombination von erneuerbaren Energien und Kernenergie setzt.

    Das hör ich tatsächlich heut’ zum ersten Mal in der Kombination. Quatscht der nur Grütze oder gibt’s was ernstzunehmendes worauf er sich bezieht?

    • Tiptopit@feddit.org
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      25
      ·
      1 year ago

      Studien zeigen

      Das ist halt ohne Quellenangaben genau so wertlos wie

      Obwohl die Mehrheit der Bürger

  • Tiptopit@feddit.org
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    17
    ·
    1 year ago

    Hunderte Milliarden Euro an Ausgaben für die Energiewende – genaue Zahlen gibt es nicht, und es war auch aus Sicht der letzten Bundesregierung nicht sinnvoll, diese zu erheben, wie sie auf Anfrage erklärte – haben letztlich nur bewirkt, CO2-freien Atomstrom durch weniger CO2-freien Strom aus erneuerbaren Energien zu ersetzen.

    Wieso soll denn Atomstrom CO2 freier sein? Kann ja jeder einfach so behaupten. Außerdem hätte eine Investition in Atomenergie auch Milliarden gekostet, vielleicht auch hunderte.

    Zugleich führte die Energiewende zur Abhängigkeit von russischem Gas, da nur so die Zeiten der Dunkelflaute – kein Wind weht, und Sonne scheint auch nicht – einigermaßen kostengünstig zu überbrücken waren.

    Man hätte halt in Speicher investieren müssen. Dann wäre man auch nicht von russischem Gas abhängig. Wie sehr decken wir unseren Gas Bedarf eigentlich mit der Förderung in Deutschland?

    Auch dieser Artikel ist irgendwie mistig. Keine Belege, teure schlechte Erneuerbare gegen tollen,.günstigen Atomstrom. Man kann ja gerne für Atomstrom argumentieren, aber dann sollte man Problematiken wie Atommüll oder auch fehlendes Kühlwasser durch den Klimawandel im Sommer versuchen zu verargumentieren.

    • einkorn@feddit.org
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      11
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      1 year ago

      Zugleich führte die Energiewende zur Abhängigkeit von russischem Gas

      Vor allem auch: Wer produziert denn eigentlich das meiste Uran für Kraftwerke und wollte zuletzt auch in ein französisches Atomenergieunternehmen einsteigen? Ich glaube es fängt mit R an und hört mit ussland auf. Bin mir aber nicht sicher. /s

    • renormalizer@feddit.org
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      1 year ago

      Laut Öko-Institut streuen die Berechnungen zwischen 4 und 100 g/kWh Strom. Das UBA geht von knapp 70g aus, was ungefähr Photovoltaik entspricht – die bekanntlich ohne radioaktive Abfälle auskommt.

      Das mit den Dunkelflauten ist auch mehr oder weniger Unsinn. AKWs brauchen Stunden bis Tage, um ihre Leistung zu ändern. Kürzere Versorgungsengpässe müssten auch auf andere Weise gestopft werden.

      • zaphod@sopuli.xyz
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        8
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        1 year ago

        AKWs und Erneuerbare funktionieren zusammen eigentlich nur, wenn man die AKWs konstant laufen lässt und die Erneuerbaren runterregelt bei mangelndem Bedarf.

        • renormalizer@feddit.org
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          3
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          1 year ago

          Ja. Für den Dunkelflauten-Fall würde das aber heißen, dass AKWs im Zweifel die gesamte Stromversorgung, eventuell zusammen mit Stromimporten, abdecken müssen. An dem Punkt haben wir dann so viel AKW-Kapazität, dass wir kaum noch erneuerbare brauchen.

          Die Kapazität der Leitungen ins Ausland scheint aktuell um die 24 GW zu betragen, die Spitzenlast lag im Januar 2019 bei knapp 80 GW (das ist das Allzeit-Hoch, das ich auf die Schnelle gefunden habe). Wenn alle Erneuerbaren ausfallen und keine fossilen eingesetzt werden, müssen AKWs also an so einem Tag mindestens 56 GW liefern können. Zum Vergleich: Die Spitzenlast der letzten Woche lag bei 65 GW, die kann also fast nur dadurch geliefert werden.

          • zaphod@sopuli.xyz
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            3
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            1 year ago

            Ja. Für den Dunkelflauten-Fall würde das aber heißen, dass AKWs im Zweifel die gesamte Stromversorgung, eventuell zusammen mit Stromimporten, abdecken müssen. Ja. Für den Dunkelflauten-Fall würde das aber heißen, dass AKWs im Zweifel die gesamte Stromversorgung, eventuell zusammen mit Stromimporten, abdecken müssen. An dem Punkt haben wir dann so viel AKW-Kapazität, dass wir kaum noch erneuerbare brauchen.

            Nein, für den Fall hat man Gaskraftwerke. Wobei man sich dann eigentlich fragen sollte, wozu man die AKWs eigentlich braucht.

  • rustydrd@sh.itjust.works
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    14
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    1 year ago

    Eine interessante Wortwahl, dass gerade eine Politik für erneuerbare Energien als “Hypothek” bezeichnet wird. Für Kernenergie wäre der Begriff nämlich sehr passend: Kann man machen, kurzfristig vielleicht eine Erleichterung, aber auf lange Sicht eine Bürde, die teurer ist als nachhaltiges Handeln.

    Jede Kritik ein Eingeständnis oder so…

  • hendrik@palaver.p3x.de
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    10
    ·
    1 year ago

    Ich dachte die Grünen arbeiten sowieso daran von ihrer Identität wegzukommen und mehr wirtschaftsliberal zu werden und Programm abseits von Umwelt aufzunehmen…

    • Fusselwurm@feddit.org
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      1 year ago

      Programm abseits von Umwelt gibt’s schon lange, und im Bundestagswahlkampf wurde erfolglos versucht, irgendwie die “Mitte” der Gesellschaft anzusprechen.

      Ich würde drum eher vermuten, daß in Zukunft strategisch wieder mehr Kernthemen betont werden.

      • hendrik@palaver.p3x.de
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        1 year ago

        Hmm. Wobei ich glaube, dass sie schon irgendwie in einer Identitätskrise stecken, und das war nicht immer so offensichtlich. Mir ist es auch irgendwie unsympathisch, wenn sie so Dinge tun wie wenn Herr Özdemir warnt nicht nach links abzudriften. Letztlich ist es nicht verwunderlich, wenn gerade die Parteien, die an der vorigen Regierung beteiligt waren, jetzt etwas mehr zu tun haben. Aber letztes Jahr hat es ja auch schon ordentlich bei der Grünen Jugend gekracht, und jetzt hatten wir einige Personalfragen und anscheinend debattiert man ja wo inhaltlich gefischt werden sollte. Aber mich holen sie damit nicht so wirklich ab…