Die Angeklagte hat am Dienstag zugegeben, ihren Ehemann getötet zu haben. Ihr Anwalt hat am Vormittag vor dem Landgericht Ellwangen eine Stellungnahme der Seniorin verlesen.

  • rumschlumpel@feddit.org
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    17 days ago

    Ja. Ich kann nachvollziehen, dass Leute lieber sterben wollen als ins Pflegeheim zu gehen, und wirtschaftlich ruinös ist das obendrein.

    Und ganz ehrlich, wenn ich der Mann gewesen wäre, wäre mein einziges Problem mit der Tat die dilletantische Ausführung (der getötete Mann könnte anderer Ansicht gewesen sein, ich kenne ihn nicht).

    • Akelei@discuss.tchncs.deOP
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      17 days ago

      Ich denke auch manchmal, dass ich lieber sterben möchte, als krank im Pflegeheim zu leben. Ich habe allerdings mal eine Reportage über einen ALS-Patienten, bei dem die Krankheit stark fortgeschritten war, gehört, und der hat berichtet, wie für ihn kleine Dinge wie das Beobachten von Vögeln das Leben immer noch wertvoll und lebenswert machen. Das hat mich diesbezüglich echt nachdenklich gemacht. Aber ich denke auch, ein Platz im Pflegeheim wird in ~40 Jahren mindestens finanziell ruinös, wenn nicht sogar unerschwinglich sein. Wahrscheinlich werden die Zahlen von assistiertem Suizid bis dahin stark ansteigen.

      Andererseits berührt mich bei der Geschichte hier besonders das Schicksal der Frau. Ich denke, viele kennen irgendwen, der jemanden pflegt. Wenn die Pflegestufe entsprechend hoch ist, ist das m.E. irgendwann hauptsächlich Selbstaufgabe und Burn Out. (Und in vielen Fällen viel Liebe.)