

Das klingt, als würde dir ein Neustart gut tun, was zugegebenermaßen ein bisschen kompliziert sein kann, wenn du dich
- Derzeit nicht wohl in deiner Haut fühlst
- Die Situation dich überfordert
- Du deinen Neustart organisieren musst/möchtest, während du gleichzeitig noch in den bestehenden Strukturen weitermachen musst, die dich so belasten (scheiß Job, Schulden usw…)
- Dein bisheriger Lebenslauf sich erstmal ein wenig gegen die Türen stemmt, die du vielleicht öffnen möchtest.
Für einen Neustart brauchst du also viel Willenskraft und vor allem eine gute Struktur! Da Punkte 1-4 dir die Sache ein wenig kompliziert machen, kann es sein, dass dein Neustart nicht von heute auf morgen möglich ist, sondern Schritt für Schritt erreicht werden muss. Und um zu wissen, welcher Schritt als nächstes machbar ist, brauchst du die Struktur, den Masterplan, der aus vielen kleinen Schritten besteht. Die Schritte können so klein sein, dass du sie in deinen belastendenden Alltag unterbringen kannst. Jeder der kleinen Schritte bringt dich näher an dein Ziel, das du erreichen möchtest (z.B. weniger Überforderung, oder Job XY, oder finanzielle Sicherheit…), aber auch die kleinen Schritte können schon Erleichterung bringen. Ohne diese kleinen Schritte wirkt das größere Ziel sehr schwer erreichbar und meistens macht man dann gar nichts mehr in diese Richtung, und Kraft kostet es trotzdem obwohl nichts passiert.
Hast du dich denn schon mal um einen Therapieplatz bemüht? Oder hast du eine Idee, wo du am liebsten arbeiten würdest, was sicheren Lohn einbringt (oder am wenigsten ungerne)? Würde es dir helfen, wenn du erstmal darauf hinarbeitest, deine Schulden abzubezahlen? Wenn du nach 4h Arbeit komplett am Ende bist, kann man zum Beispiel auch versuchen, erstmal diese Ursachen herauszufinden. Manchen hilft Sport, manchen eine Therapie, manchen ein Jobwechsel, manchen ein Masterplan im Hinterkopf…
Ich würde empfehlen, in Stichpunkten aufzuschreiben, mit welchen Dingen du unzufrieden bist. Dann würde ich mir überlegen, was du stattdessen lieber hättest. Jetzt ist es an der Zeit, die kleinen Schritte herauszufinden, die du gehen musst, um diese Punkte zu erreichen. Wenn ein Hindernis im Weg ist, führen fast immer viele kleine Schritte darum herum. Beim planen der Schritte kannst du dir Hilfe Suchen. Dafür gibt es an vielen Orten allgemeine soziale Beratungsstellen. Auch andere Leute aus deinem Umfeld können dir viel bessere Tipps geben, wenn du nach dem nächsten kleinen Schritt fragst, wenn dein Ziel klar ist, denn zu viele Probleme auf einmal lassen sich schwer überblicken und müssen erstmal von dir geordnet werden. Wenn du das geschafft hast, steht als nächstes immer nur noch ein kleine Sache an, die du erledigen musst, statt der Riesenbrocken mit vielen Fragezeichen.
Viel zu langer Rede kurzer Sinn: Klar musst du deine Arsch hochkriegen, aber ohne Struktur kämpft man auch mit erhobenem Arsch gegen Windmühlen!
Hm würden dann auch Kinderlose Paare als Familie reisen dürfen?