Ich war lange Zeit überzeugt, dass solche Aktionen nicht hilfreich sind, weil sie eventuelle Opfer-Narrative verstärken könnte.

Inzwischen bin ich aber eher der Meinung, dass es eine gute Idee ist, den AfD-Symphatisanten zu zeigen, dass die Meinungen in der realen Welt sich doch noch von denen in ihrer Bubble unterscheiden und das sie nicht für ein Rest-“Volk” sprechen, das still auf ihrer Seite ist.

Da ist so ein Statement in der realen Welt, wie ich es eben entdeckt habe, ein guter Ansatz.

  • hendrik@palaver.p3x.de
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    15 minutes ago

    Wie funktioniert das mit der Opferrolle überhaupt? Also von außen kauft denen das ja inzwischen sowieso keiner mehr ab, zumindest Leute die Zeitung lesen oder sonstwie sich damit beschäftigen (müssen)… Was ja inzwischen wohl fast jede:r ist…

    Aber letztlich, die Faschos unter denen sehen sich doch als Herrenrasse und überlegen… Warum haben die immer Angst vor Frauen, Sexualität und/oder Identität von anderen Menschen. Sind voll die Memmen und immer ach so benachteiligt… Nix darf man mehr sagen… Uuh, jemand hat mich als Arsch tituliert, das petze ich jetzt “Mama” und benötige ein Gerichtsbeschluss um demjenigen das zu untersagen…

    Also wie passt das zusammen? Also ich bin mir wohl bewusst, dass Menschen beliebig idiotische und sich widersprechende Sachen gleichzeitig glauben können… Aber wieso muss man sich dafür als benachteiligt ansehen? Vor allen wenn man sich konstant darüber beschwert, dass auf andere benachteiligte Menschen Rücksicht genommen wird? Das ergibt doch null Sinn? Fühlt man sich da irgendwie mehr erhaben mit, wenn man rechts ist?

    Edit: Wobei, jetzt wo ich das runtergeschrieben habe… Ich glaub Die Ärzte haben da vor einer ganzen Weile schon ein Lied drüber geschrieben…

    • Jesus_666@lemmy.world
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      12 minutes ago

      Ist halt die alte faschistische Rhetorik: Der Feind ist gleichzeitig überwältigend stark und lächerlich schwach. Er ist so stark, dass er furchteinflößend ist und sofort gegen ihn gehandelt werden muss. Und das mit meiner Bewegung, weil nur wir stark genug sind. Aber er ist auch so schwach, dass wir ihn problemlos besiegen werden, weil wir halt so überlegen sind und er nie etwas auf die Reihe kriegt.

      Die Positionen können jederzeit gegeneinander ausgetauscht werden, sogar im selben Satz. Diese Inkonsistenz wird zu keinem Zeitpunkt zugegeben. Es ist instrumentalisierte kognitive Dissonanz.

      Und hier sind die Rechten halt gleichzeitig die starken Krieger und sowieso die Mehrheit, aber wenn jemand ihnen öffentlich widerspricht, dann ist das eine linksgrüne Unterdrückungskampagne, die das Land ruinieren wird.

      • hendrik@palaver.p3x.de
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        1 minute ago

        Danke! Aber glauben die das selber? Oder ist das nur ein rhetorisches Mittel gegenüber Dritten? Oder hat die Zielgruppe wirklich allesamt die Gehirnwicklungen abgeschaltet die sich mit Logik befassen? …Also irgendwie scheint faschistische Rhetorik ja zumindest immer wieder zu funktionieren.

        Aber vielleicht isses ja auch einfach nur eine Mischung. Ich glaube ja auch, dass zum Beispiel Frau Weidel an nichts glaubt was ihre Partei vertritt, sondern ihre Zielgruppe einfach für selten dumm hält und das deswegen so verkauft.