Die Verantwortung für die aktuelle Lage sieht Söder vor allem bei den Grünen, die durch die Streichung der Kaufprämie für Elektroautos den Markt geschwächt hätten. Brüssel schade durch übermäßige Regulierung, und auch die Gesellschaft sei gefragt: Teilzeit und Homeoffice seien zu verbreitet. „Eine Fußballmannschaft, die nach 70 Minuten aufhört zu spielen, wird selten in der Verlängerung erfolgreich sein“, so Söder.
Noch krasser kann die Verdrehung der Tatsachen kaum werden.



Er labert wieder nach, was ihm seine Kontakte in die Wirtschaft vorsäuseln:
Homeoffice schön und gut, aber am Ende wollen sie dich eben doch lieber fest unter Kontrolle haben und eine Rechtfertigung für ihre teuren Gewerbeimmobilien.
Geringere Bindung an eine Firma? Ich denke das hängt dann wohl vom Persönlichkeitstyp ab. Es gibt Menschen, die mögen Homeoffice überhaupt nicht und brauchen die Nähe zu anderen oder das Arbeiten vor Ort für eine gedankliche Trennung oder aus welchen Gründen auch immer. Bei jenen kann ich mir durchaus vorstellen, dass das passieren könnte. Und dann sind da andere, die überglücklich mit Homeoffice sind und wo Homeoffice die Bindung daher stärken kann, weil sie sich auf diese Weise viel wohler mit dem Job fühlen.
Firmenbindung ist sowieso blöde und funktioniert in der Praxis nur in die eine Richtung. Sobald es dem Management nicht passt, werden Leute entlassen. Da ist dann nix mit Bindung seitens des Unternehmens an die Mitarbeitys.
Als jemand, der bisher primär max. mittelgroße Unternehmen erlebt hat, kann ich das so nicht bestätigen. Da gab es eigentlich immer ein nettes Arbeitsklima und so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl. Klar sind das nicht die besten Freunde, aber wie ein Zahnrad nur stumpf seinen Job hat da auch keiner gemacht. Insofern kann ich schon nachvollziehen, dass es Leute mit ‘Firmenbindung’ (weniger wegen der Firma an sich als den Leuten, die sie ausfüllen) gibt.
Es kommt natürlich auch immer auf das Berufsbild an, manche Tätigkeiten funktionieren halt einfach besser gemeinsam vor Ort statt remote von zu Hause.
Freut mich für dich, dass du da so positive Erfahrungen gemacht hast. Ich habe genug von der Kehrseite im Bekanntenkreis mitbekommen. Ich denke alle über einen Kamm zu scheren war an der Stelle auch nicht ganz fair von mir und da kam mehr mein Verdruss über unsere kapitalistische Gesellschaft durch, die einem Werte (wie hier z.B. (familiäre) Firmenbindung) bloß vorheuchelt.